Das Ende einer Odysee


Eve wurde von ihrer vorherigen Halterin aus schlechter Haltung übernommen.
Ihr Kopf war nach einer Beißerei komplett blutig. Eine kleine federlose Narbe am Hinterkopf und eine zum Teil fehlende Wachshaut sind heute noch zu sehen.
Eve musste nun aber aus finanziellen und räumlichen Gründen abgegeben werden und gelangte auf eine Zwischenstation, von dort zur eigentlichen Endstelle, kam wieder zurück und blieb dann mit ihrem Partner Barney in Hannover hängen.
Denn Barney ging es schon viele Wochen sehr schlecht, der letzte Versuch einer Therapie blieb erfolglos, sodass nur noch der letzte Liebesdienst blieb. Eve erneut weiterzuschicken, kam nicht in Frage, zumal die neue geplante „Endstelle“ gar nicht auf intensive Patienten eingerichtet ist und von einer Aufnahme abgesehen hatte.

Denn die kleine Schönheit leidet immer wieder unter Atemnot – eine Folge der übermäßigen Östrogenproduktion, die Wassereinlagerungen in den Geweben (Ödeme) nach sich zieht, die auch vor der Lunge nicht halt machen. Bei ihrer Eingangsuntersuchung hat sie deswegen ein kurz wirksames Hormon-Präparat bekommen, dass ihr auch erstmal Linderung verschafft hat.
Es ist aber auch möglich, dass sie zukünftig mit Hormonimplantaten behandelt werden muss.
Im Moment sieht es aber so aus, als ob sie mit der kurz wirksamen Variante zurecht kommt.

Außerdem hat sie einen ausgeprägten Pendelkropf, der zu Fehlgärungen und Entzündungen führen kann. Dementsprechend muss sie gut beobachtet werden, ob sie schläfrig wirkt, würgt oder andere Auffälligkeiten auftreten, um rechtzeitig eingreifen zu können.

Eve ist laut Angaben der vorherigen Halterin mindestens sechs Jahre alt.
Dennoch ist sie hier fast ununterbrochen mit Peter und Hansi unterwegs und erkundet jede Ecke des Vogelzimmers.
Peter kennt sie aus ihrem ehemaligen Schwarm und die beiden haben sich herzallerliebst und voller Wiedersehensfreude begrüßt. Da Peter aber vor Eves Einzug mit Hansi fest zusammenkam, sind sie seitdem eben immer zu dritt unterwegs und ein echtes Dreamteam.

Liebe Eve, nun darfst du endlich ankommen und wir wünschen dir von Herzen noch eine lange, beschwerdefreie Zeit im Schutz der Hürdenwellies.

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