Pietri ist über die Regenbogenbrücke geflogen

Pietri zog im Januar 2018 zusammen mit seinen beiden Freunden Fluffi und Muffin in Hamburg ein. Leider musste er sein sehr liebevolles Zuhause wegen der Mykobakterien verlassen.
Sein Alter hat uns Pietri nie verraten, aber eigentlich war er ein ewiges Jungvögelchen! Pietri kam im neuen Zuhause an, stieg aus der Transportbox und machte sich sofort auf Entdeckungstour. Innerhalb kürzester Zeit hatte er alle Ecken und Winkel wie im Fluge erkundet und stellte sich auch gleich bei den damaligen Bewohnern des Vogelzimmers vor. Es gab nichts, wovor Pietri Angst hatte, er war mutig, neugierig und verspielt und animierte seine Freunde immer wieder es ihm gleich zu tun. Gab es neues Gemüse oder Kräuter, so machte Pietri den Vorkoster. Gab es ein neues Hängespielzeug, Pietri testete es, bevor sich einer der Freunde traute.

Auch den Körnchen war er immer sehr zugetan, so dass die Felo die Kolbenhirse etwas rationieren musste und den Anteil der Nahrungsergänzungsmittel etwas erhöhen musste, denn neben bekannten Nierenproblemen, fand Pietris Leber seine Völlerei auch nicht so schön. Ihn interessierte das wenig, er wollte spielen, schlemmen, fliegen und gute Männergespräche führen. Zwischenzeitlich war ein weiterer Welli bei ihnen eingezogen und Pietri verliebte sich Hals über Kopf in Strolchi. Beide waren nur noch am Schnäbeln, Kraulen, Kuscheln und Füttern.

Im Oktober führte dann kein Weg mehr an einem Tierarztbesuch vorbei, denn Pietris Schnabelwuchs verstärkte sich und an seinem Unterbauch zeigte sich eine Schwellung, die dort überhaupt nicht hin gehörte. Brav ließ er das Röntgen und die eingehende Untersuchung über sich ergehen und wartete klaglos, bis die Tierärztin und Felo ratlos und erschrocken vor dem Röntgenbild standen. Pietris Körper bestand eigentlich nur noch aus Tumoren und es gab keine Therapiemöglichkeit mehr für den kleinen Schneemann! Da er aber immer noch fit und munter war und eindeutig Lebensqualität hatte, durfte er wieder mit nach Hause. Unter den wachsamen Augen seiner Felo kehrte er zu seinen Freunden zurück, die ihn gleich stürmisch begrüßten.

Pietri nahm sein gewohntes Leben wieder auf, nur kleine Pausen deuteten darauf hin, dass die Krankheit doch ihren Zoll forderte. So wurden ihm noch vier ganze Wochen mit Strolchi und Fluffi geschenkt, bis die Ruhepausen mehr wurden und Pietri immer mal Atemnot zeigte. Und so blieb nur ein letzter Liebesdienst – die letzte Fahrt für Pietri. Am Abend des 21.11.2019 schlief er beim Tierarzt, in den Händen seiner Felo, ganz ruhig ein.

Lieber Pietri, du kraftstrotzender, nimmermüder Pietri, jetzt kannst du all die Ruhe nachholen, die du dir nie gegönnt hast. Du hast alles in deinem Leben mit vollem Einsatz und vollem Risiko gemacht, jetzt war dein kleiner Körper kraftlos und sollte loslassen. Flieg frei, mein kleiner Schatz, ich habe dich sehr lieb und werde dich nie vergessen, sondern jeden Abend an dich denken, wenn die Sterne am Himmelszelt anfangen zu blinken. In meinem Herzen hast du einen festen Platz. Ich danke dir für die wundervolle Zeit, die ich dich auf Erden begleiten durfte.

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