Und noch ein Abschied in Gelsenkirchen

Gestern mussten wir mit Elo einen der beiden Jüngsten in der Pflegestelle verabschieden, heute ist nun der Älteste dran – Erwin, der die 20 Jahre locker geknackt haben dürfte und vielleicht sogar 21 wurde. Er zog im vergangenen Winter nach Gelsenkirchen, war Zeit seines Lebens flugunfähig und zu diesem Zeitpunkt schon wirklich altersmüde. Dennoch war ihm die Freude täglich anzusehen, dass er seine letzten Tage nicht in der zuletzt erfahrenen Einsamkeit erleben musste.Das ging noch ein paar Monate gut, bis er zum Sommer begann, sich mehr und mehr zurückzuziehen. In diesem Alter diagnostiziert und behandelt man nicht mehr aufwändig, solange kein akutes Leiden oder Schmerz vorliegt. Und so durfte auch Erwin in Würde seine letzte Zeit verbringen, umgeben vom beruhigenden Gebrabbel seiner viel jüngeren Schwarmfreunde. Eines Nachmittags ist er dann friedlich für immer gegangen.Lieber kleiner, uralter Erwin, ich war so stolz und dankbar, so einen wie Dich noch einmal kennenzulernen und Dir ein paar schöne Monate anbieten zu können. Du hast sie gerne angenommen, und zusammen mit Deinen Freunden konntest Du Deinen allerletzten Abschnitt dieses so langen Wellilebens verbringen.Nun schaust Du schon einige Zeit von da oben auf uns herab. Ich würde mir so sehr wünschen, dass Du dies mit guten Gefühlen tust; wir haben dafür alle unser Bestes gegeben.

Mach´ es gut, Opa Erwin!

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