Viel zu wenig Zeit

Die Lüner Pflegestelle muss sich leider schon von Tim verabschieden. Erst im September 2021 war er im Alter von 8 Jahren zusammen mit seinem Freund Tom eingezogen. Bereits damals war Tim PBFD stark anzusehen. Ihm fehlten die Schwung- und Schwanzfedern und auch das restliche Gefieder wies große Lücken auf. Wie so oft bei dieser Erkrankung waren auch seine Nieren bereits stark angegriffen. Er bekam dafür Medikamente und wurde mit aufgeweichtem Futter verwöhnt. 

Tim und Tom hatten ihr ganzes Leben zusammen verbracht und kannten nur sich. Im Vogelzimmer waren sie deshalb zunächst etwas überfordert, was sich aber nach und nach legte. Tim war auch Menschen gegenüber sehr zutraulich. Er liebte die kleinen Rituale, wie wenn die Pflegestellen- Betreuerin morgens mit dem Wassernapf in das Zimmer kam oder aufgeweichtes Futter vom Löffel verteilte. Da war Tim immer einer der Ersten und freute sich sehr über die kleinen Aufmerksamkeiten. 

Leider verschlechterten sich seine Nieren immer weiter und es sammelte sich Wasser in seiner Lunge. Zuletzt hatte er immer wieder mit Atemnot zu kämpfen, was das Allerschlimmste überhaupt ist. Deshalb nehmen wir nun Abschied, auch wenn es uns viel zu früh vorkommt. Seine freundliche, offene Art, wenn man das Vogelzimmer betrat wird uns sehr fehlen und er hinterlässt eine große Lücke.

Abschied von einem Herzenswelli

Viele Wellies mussten schon in den letzten Jahren, in denen es die Lüner Pflegestelle gibt, verabschiedet werden. Das sind immer sehr schwere, traurige Momente, ganz besonders weil die Pflegestellen- Betreuerin mit ganzem Herzen ihre Wellies liebt. Aber heute müssen wir uns von einem Welli verabschieden, der schon bevor alles mit der Pflegestelle begann nach Lünen kam, es ist Pups. Vor 11Jahre zog er zusammen mit Pieps, als erste Wellies in Lünen ein. 

Nach Pieps und Pups folgten noch Minni und Mauseli. Zwischen Pups und Minni entwickelte sich eine innige Liebe und das Vogelzimmer wurde extra für die flugunfähige Minni umgebaut, damit sie ihrem Flieger Pups überallhin folgen konnte. Viele Jahre später zog dann Lilly nach Lünen und Pups wich fortan nicht mehr von ihrer Seite. Leider verstarb Lilly viel zu früh. 

Pups war mit seiner ruhigen, liebevollen Art ein fester Bestandteil des Schwarms und wurde von allen gemocht. Das führte dazu, dass andere Hähne, wie Chili und Friedolin, sich so sehr um ihn kümmerten, dass er zwischenzeitlich sehr viel zunahm. Aber da Pups sein daraufhin auferlegtes Fitnessprogramm mit Begeisterung absolvierte, führte dies nicht zu größeren Problemen. Leider nahmen in den letzten Jahren die gesundheitlichen Probleme zu. Dreimal konnte Pups verschiedenste Erkrankungen überstehen und auch die Herzschwäche wurde lange erfolgreich behandelt. Am letzten Wochenende konnte er nur noch schlecht Atmen. Beim Tierarzt musste er zuerst mit Sauerstoff versorgt werden, bevor man ihn überhaupt untersuchen konnte. In seiner Lunge hatte sich viel Wasser angesammelt. Die Atemnot konnte zunächst etwas gelindert werden, wurde dann aber so schlimm, dass Pups erlöst werden musste. 

Der Abschied von Pups ist etwas ganz besonderes und es fällt schwer die richtigen Worte dazu zu finden. Pups liebte sein Leben, seine Freunde und auch zu seinen Menschen hatte er eine ganz besondere Verbindung. Deshalb vermissen wir ihn nun ganz besonders.Lieber Pups, im Vogelzimmer bleibt nun Dein Platz leer, aber in unseren Herzen wirst Du uns immer begleiten. Es wird lange dauern, bis dieser Abschied nicht mehr so weh tut, aber irgendwann werden wir an die schöne Zeit zurückdenken und uns freuen, über alles was wir zusammen erlebt haben.

Ein Hauch von Star Wars in Lünen

Prinzessin Leia ist in Lünen angekommen, nicht aus einer fernen Galaxie, dafür aber mit ganz irdischen Sorgen. Die 6- jährige Henne hat mit drei anderen Wellies zusammengelebt. Leider konnte sie aber in ihrem Zuhause nicht bleiben, weil sie dort aufgrund ihres schlechten Sehvermögens nicht mehr zurechtkam und auch noch von einer anderen Henne gemobbt wurde. Auf einem Auge ist sie schon komplett blind und auf dem anderen kann sie wegen einer Linsentrübung nur noch sehr schlecht sehen.
In Lünen hat sich Leia schon sehr gut eingelebt. Sie kommt wunderbar zurecht und ist fröhlich unterwegs. Klettern kann sie sehr gut und auch das Fliegen klappt noch ein wenig. Besonders interessant findet sie die Wühlkiste mit den vielen Überraschungen, den unterschiedlichen Gerüchen und Leckereien.
Friedolin ist Leia auch schon über den Weg gelaufen und die beiden mochten sich gleich. Der Umzug nach Lünen war für die hübsche Henne die beste Entscheidung. Wir freuen uns, dass sie nun so viel Lebensfreude zurückgefunden hat und wünschen ihr eine glückliche Zeit bei den Lüner Hürdenwellies.

Plötzlicher Abschied

Die Lüner Pflegestelle trauert um Henriette. Sie ist ganz plötzlich und ohne jegliche Voranzeichen verstorben.
Henriette kam mit 9 Jahren aus einem schönen Zuhause, wo sie mit 4 anderen Wellies zusammengelebt hatte. Sie wurde zunächst als Henry vorgestellt, aber es stellte sich heraus, dass sie doch eine Henriette ist. Die letzten Monate vor ihrem Umzug hatte sie allein gelebt, weil sich ihre Vermittlung echt schwierig gestaltete, denn Henriette war in ihrem kleinen Schwarm mit Megas in Kontakt gekommen.
Henriette war für ihr Alter gut zufrieden, nur die Arthrose machte ihr das Fliegen schwer. Oft segelte sie zu Boden und ließ sich dann mit dem Stöckchen nach oben befördern.
In Lünen freundete sie sich zuerst mit Oskar an. Aber nachdem Chili seine Lotta verloren hatte, umwarb er Henriette solange bis die beiden unzertrennlich waren.
Henriettes Tod erinnert uns daran, wie schnell sich manchmal alles verändern kann und dass wir jeden schönen Augenblick genießen sollen. Sie war in ihren letzten Tagen so glücklich mit Chili. Es war so schön die beiden zusammen zu sehen. Wir hätten uns soviel mehr Zeit für die beiden gewünscht, nun fliegt Henriette mit unseren Lieben im Himmel ihre Runden und bestimmt schaut sie von dort aus zu uns herunter.

Lotta ist eingeschlafen

Nach vielen Rückschlägen ist Lotta im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen. 2020 wurde Lotta in einen verschmutzten kleinen Käfig vor einem Haus abgestellt, aus dem von der Straße aus Vogelgezwitscher zu hören war. Von dort aus wurde sie dann in die Lüner Pflegestelle vermittelt. 
Lotta war eine sehr gemütliche Henne und sie war flugunfähig, weil ihr die Schwanz- und Schwungfedern fehlten. Außerdem hatte sie Spreizbeinchen. Sie legte sich am liebsten auf kleine Sitzbrettchen und wusste ihren Lieblingsplatz vehement zu verteidigen. In Lünen dauerte es nicht lange und Chili entdeckte die hübsche Henne. Zwischen den beiden entwickelte sich eine innige Liebe und Chili hat sie bis zuletzt liebevoll verwöhnt und gefüttert. 
Vor drei Monaten erlitt Lotta einen Schlaganfall. Zum Glück konnte sie sofort behandelt werden und erhielt die notwendigen Medikamente. Somit konnte sie sich gut wieder erholen, aber eines ihrer Beine blieb unbeweglich. Für sie wurde in Lünen ein extra Bereich eingerichtet, in dem sie sich sicher und frei bewegen konnte. Mehrmals täglich hat Chili sie dort besucht und immer etwas Leckeres mitgebracht. In den letzten Tagen verschlechterte sich ihr Zustand, zuletzt lag sie in einen Handtuchnest, damit sie sich aufrecht halten konnte. Das Füttern und Bewachen übernahm wieder Chili und blieb bis zuletzt an ihrer Seite. Sie durfte ganz in Ruhe zuhause einschlafen. Lotta wird nun alles nachholen, was ihr aufgrund ihrer Einschränkungen bisher nicht möglich war und ihren lieben Chili wird sie sicher niemals vergessen.