Lotta ist eingeschlafen

Nach vielen Rückschlägen ist Lotta im Kreise ihrer Lieben eingeschlafen. 2020 wurde Lotta in einen verschmutzten kleinen Käfig vor einem Haus abgestellt, aus dem von der Straße aus Vogelgezwitscher zu hören war. Von dort aus wurde sie dann in die Lüner Pflegestelle vermittelt. 
Lotta war eine sehr gemütliche Henne und sie war flugunfähig, weil ihr die Schwanz- und Schwungfedern fehlten. Außerdem hatte sie Spreizbeinchen. Sie legte sich am liebsten auf kleine Sitzbrettchen und wusste ihren Lieblingsplatz vehement zu verteidigen. In Lünen dauerte es nicht lange und Chili entdeckte die hübsche Henne. Zwischen den beiden entwickelte sich eine innige Liebe und Chili hat sie bis zuletzt liebevoll verwöhnt und gefüttert. 
Vor drei Monaten erlitt Lotta einen Schlaganfall. Zum Glück konnte sie sofort behandelt werden und erhielt die notwendigen Medikamente. Somit konnte sie sich gut wieder erholen, aber eines ihrer Beine blieb unbeweglich. Für sie wurde in Lünen ein extra Bereich eingerichtet, in dem sie sich sicher und frei bewegen konnte. Mehrmals täglich hat Chili sie dort besucht und immer etwas Leckeres mitgebracht. In den letzten Tagen verschlechterte sich ihr Zustand, zuletzt lag sie in einen Handtuchnest, damit sie sich aufrecht halten konnte. Das Füttern und Bewachen übernahm wieder Chili und blieb bis zuletzt an ihrer Seite. Sie durfte ganz in Ruhe zuhause einschlafen. Lotta wird nun alles nachholen, was ihr aufgrund ihrer Einschränkungen bisher nicht möglich war und ihren lieben Chili wird sie sicher niemals vergessen.

Zwei Brüder für Lünen

Tim und Tom sind in der Lüner Pflegestelle angekommen. Die beiden haben Ihr ganzes Leben zusammen, bei einem älteren Herren, gelebt und sie sind schon mindestens 8 Jahre alt. Als der Herr nun krank wurde und ins Krankenhaus musste, gab er seine beiden Wellies in ein Tierheim. Da man dort aber nicht auf Vögel ausgerichtet war, musste eine andere Lösung gefunden werden. Zunächst wohnten sie bei einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin, die sie dann an die Lüner Pflegestelle vermittelte.Beide Brüder sind mit dem PBFD auslösenden Circovirus infiziert. Dem hellblauen Tim ist das stark anzusehen, ihm fehlen die Schwanz- und Schwungfedern und er hat deutliche Lücken im restlichen Gefieder. Dem grünen Tom ist davon nichts anzumerken und er ist auch bedingt flugfähig. Die Eingangsuntersuchung offenbarte noch weitere Überraschungen. Tim hatte Megas, was ihm zunächst eine Behandlung mit den entsprechenden Medikamenten und beiden eine Quarantäne einbrachte. Aber damit nicht genug, entdeckten die Ärzte bei Tom auch noch einen 1,5cm großen Kropfstein, der unbedingt operativ entfernt werden musste. Kaum vorstellbar, wie er sich mit so einem großen Gebilde im Kropf gefühlt habe muss. zum Glück verlief die Operation sehr gut und Tom konnte sich schnell wieder erholen.Nun konnte es endlich losgehen und Tim und Tom konnten ins Vogelzimmer einziehen. Erstmal waren sie etwas überfordert mit den vielen anderen Wellies, den vielen Möglichkeiten und den ganzen neuen Geräuschen und blieben lieber ganz eng zusammen. Aber das wird sich schon noch legen. Wir sind gespannt wie die zwei sich noch entwickeln werden und wünschen Ihnen ein glückliches Leben bei den Lüner Hürdenwellies.

Henry ist jetzt ein Lüner

Die Lüner Pflegestelle freut sich über liebe Verstärkung, denn Henry ist eingezogen. Er ist schon 9,5 Jahre alt und kommt aus einem schönen Zuhause, wo er mal mit 4 Wellies zusammengelebt hat. Die letzten Monate war er allein, denn es war gar nicht einfach ihn zu vermitteln. Der Grund dafür ist, Henry ist in seinem kleinen Schwarm mit Megas in Kontakt gekommen, allerdings ohne selbst zu erkranken. Henry ist für sein Alter sehr gut zufrieden, nur die Arthrose in den Flügelgelenken macht ihm das Fliegen längerer Strecken schwer. Er segelt dann zu Boden und lässt sich gern mit einem Stöckchen nach oben befördern. Aber Henry kann auch richtig gut klettern und hat sich in Lünen sehr gut eingelebt. Er ist sehr aufgeweckt und neugierig und hat sehr viel Spaß daran Neues zu entdecken. Mit Oskar und Pieps sitzt er oft zusammen und dann gibt es immer sehr viel zu erzählen.

Herzlich Willkommen lieber Henry. Wir wünschen Dir eine schöne Zeit bei den Lüner Hürdenwellies.

Oskar mit den Pünktchen

In Lünen ist jemand eingezogen, der gleich durch seine außergewöhnliche Gefiedermusterung auffällt. Gemeint ist Oskar, denn es sieht so aus als hätte er viele hübsche Pünktchen auf dem Kopf. Er ist 6 Jahre alt, lebte in seinem vorherigen Zuhause mit einem Partner zusammen und sollte nach dessen Tod nicht allein bleiben. Doch Oskars Vermittlung gestaltete sich nicht gerade einfach, denn er kann aufgrund eines alten Flügelbruches schlecht fliegen. Nun hat er aber sein neues Zuhause bei den Lünern gefunden und darf natürlich, wie bei den Hürdenwellies üblich, für immer bleiben. Oskar ist ein ruhiger, aber auch zutraulicher und aufgeschlossener Welli, der gern Neues kennenlernt und alles ausprobiert. Zum Beispiel Staudensellerie hat er zum ersten Mal probiert und gleich für gut befunden, aber auch Gurke schmeckt ihm. Da in Lünen Medikamente über den Löffel verteilt werden, übt jeder Neuzugang zunächst einmal leckere aufgeweichte Körner davon zu essen. Oft dauert es einige Tage und gute Beobachtung der anderen Wellies bis das klappt. Aber Oskar hatte gleich Lust mitzumachen, das ist wirklich toll. Nun hat er ganz viel Zeit alles kennenzulernen. Wir freuen uns sehr und sind uns sicher, dass ihm auch das Einleben im Schwarm leichtfallen wird.

Herzlich willkommen Oskar bei den Lüner Hürdenwellies.

Pitri folgt seiner geliebten Luna

Nachdem wir gestern Luna verabschiedet haben, müssen wir nun auch von Pitri Abschied nehmen. Er folgte seiner Luna zwei Tage später. Pitri war bereits 9 Jahre alt und zog zusammen mit Flipper, mit dem er zuvor zusammengelebt hatte, in die Lüner Pflegestelle. Schnell zeigte sich aber, dass die Beiden eigentlich kein großes Interesse aneinander hatten. Mit 5 Jahren hatte Pitri seine gesamten Federn verloren und so lag es nahe ihn mit den beiden unbefiederten Hennen Luna und Jacky zu vergesellschaften. Doch Jackys Eifersucht ließ das nicht zu. Erst nach ihrem Tod teilten sich Luna und Pitri die Schlafvoliere. Pitri gab sich alle Mühe Lunas Herz für sich zu gewinnen. Und nach einiger Zeit gelang es auch. Die beiden waren unzertrennlich und verliebt. Leider wurde Pitri sehr krank. Er hatte einen Lebertumor und Probleme mit den Nieren. Wassereinlagerungen bereiteten ihm immer mehr Probleme mit der Atmung. Bei jedem Arztbesuch wurde die Entscheidung schwieriger, wie lange es noch weitergehen konnte. Es war noch eine Frage von Tagen nicht Wochen und wir würden ihn erlösen müssen. Aber Pitri wollte noch nicht gehen, er war noch so voller Lebensfreude vor allem wegen seiner geliebten Luna, die ihn beschütze, fütterte und pflegte. Lunas plötzlicher Tod allerdings veränderte alles und nun konnte auch Pitri loslassen und folge ihr zwei Tage später. Wie schön wäre es gewesen, wenn Luna und Pitri mehr Zeit bei uns gehabt hätten. Wir hätten ihnen gern zugesehen wie glücklich und verliebt sie waren. Aber das heißt ja nicht, dass sie nicht jetzt woanders genauso glücklich sind. Vielleicht fliegen sie gerade gemeinsam mit Jacky ihre Runden und freuen sich über die schöne Zeit bei den Lüner Hürdenwellies.