Es gibt Neuigkeiten aus den Pflegestellen Ibbenbüren und Lübeck

Es ist Herbst, der Garten ruht nun langsam, jetzt ist endlich die Zeit, Berichte nachzuholen und alles aufzuarbeiten, was über den Sommer liegengeblieben ist. Da die Pflegestelle Lübeck leider aufgelöst wurde, sind die Pflegestellen Lübeck und Ibbenbüren im Sommer zur Pflegestelle Ibbenbüren verschmolzen. Der Bestand, der letzten beiden Hürdenwellies (Tapsi und Krümel) und einem privaten Welli (Hope) sind von Lübeck nach Ibbenbüren umgezogen. Tapsi ist leider kurz darauf verstorben. Krümel und Hope (beide mittlerweile ein Paar) haben sich aber sehr gut eingelebt, Hope durfte nun auch offiziell ein Hürdenwellie werden.Aufgrund der geänderten Situation möchten sich die 2 hier gerne (nochmals) vorstellen, den Anfang macht Krümel, Hope folgt in den nächsten Tagen.

Kleiner Welli ganz groß

Krümel ist bereits seit 2013 (als Jungtier) ein Hürdenwellie. Er leidet seit seinem Schlupf unter einer Gefiederstörung, konnte in Lübeck zwischendurch noch kurze Strecken fliegen, ist nun aber flugunfähig.Krümel ist in Ibbenbüren sehr beliebt. Er hat sich anfangs immer an Tapsi orientiert, die beiden waren stets zusammen unterwegs. Leider war Tapsi sehr krank und ist bereits 6 Wochen nach seinem Umzug in Ibbenbüren verstorben. Krümel war sehr traurig, hat sich aber von seinen neuen Freunden gut ablenken lassen und hat sogar eine Freundin gefunden, jetzt ist er fest mit Hope zusammen Krümel hat das ganze Vogelzimmer für sich entdeckt und sitzt immer mal wieder woanders. Er erreicht spielend die höchsten Punkte im Zimmer. Er hat sich mit Mucki angefreundet, ebenso aber auch mit Balu, und Lucky ist auch sehr nett Krümelchen, an dieser Stelle nochmal herzlich Willkommen in Ibbenbüren!

Wuchtig und freundlich

Wer bei dem Namen Matilda eine drall-robuste, geschäftige und freundlich-knuddelige Großtante vor Augen hat, liegt bei unserem Gelsenkirchener Neuzugang nicht ganz falsch – nur dass unsere Matilda hier keine Großtante ist, sondern eine etwa vierjährige Henne, die auch eher gemütlich als geschäftig den Trubel um sie herum genießt. Drall, robust, knuddelig und freundlich stimmen aber. Sie saß den ganzen Sommer über bis auf die Gesellschaft der Gartenvögel allein meistens auf der Terrasse, nachdem ihr Partner im Frühjahr gestorben war. Das war aber nicht das Richtige, und zum Herbst hin suchten ihre Menschen dann auch gezielt nach einer geeigneten Unterbringung für sie. Denn Matilda hat ein abstehendes Beinchen, vermutlich durch Rachitis und schon aus Kükentagen, und das hindert sie daran, so elegant zu landen wie andere Artgenossen. Dadurch flog sie auch weniger und wurde immer unsicherer. Der Fliegerbereich in Gelsenkirchen erwies sich als genau richtig für sie, denn sie hat dort genügend Landeplätze vorgefunden, die ihr den entsprechenden Halt geben – Gitter und Korkäste vor Allem. Und wenn sie erst mal sitzt, lässt sie sich auch nur schwer woanders hinbewegen, außer der böse Mensch kommt. Aber wir arbeiten dran. Herzlich Willkommen in Deinem neuen und nun endgültigen Zuhause, kleine knuddelige Matilda, auf eine lange schöne Zeit und hoffentlich bald auch den richtigen Verehrer

Schatzi hat ihren letzten Flug angetreten

In Gelsenkirchen müssen wir uns von einer ganz besonderen Wellidame verabschieden – denn wer sie kennengelernt hat, bemerkte rasch, dass sie aufgrund einer nervösen Störung immer so wirkte, als wolle sie gleich hektisch losfliegen. Und dabei war sie immer die Ruhe serlbst; sie kannte viele Geschichten, die sie erzählte, gelegentlich futterte sie ihre Knaulgrasportion vom Arm des Pflegestellenbetreuers, und mit Ausnahme ihres Partners, dem sie viele Seitensprünge verzieh, brauchte sie nicht unbedingt einen anderen Schnabel bei sich, um zufrieden zu sein. Die Ursache ihrer Störung ließ sich nie herausfinden, es war aber auch nur störend, nicht bedrohlich. Die Mykoplasmose, deretwegen sie 2017 mit ihrem Chico eingezogen war, hat sich nie gezeigt. Eines Abends wurde sie torkelig, und die Fahrt zur Tierklinik am nächsten Morgen erlebte sie nur noch sehr sehr schwach. So schwach, dass die Tierärzte sie direkt gehen ließen, ohne noch eine anstrengende Untersuchung durchzuführen. Liebe kleine Schatzi, Du hast Deinem Namen alle Ehre gemacht, denn Du warst mit Deiner Zutraulichkeit, aber auch mit Deiner ganz besonderen Störung einfach immer sehr präsent, und dabei hätte man Dich am liebsten durchgeknuddelt. Dein Chico hat Dich anfangs sehr vermisst. Als Du noch da warst, warst Du ihm nicht immer die Wichtigste, nun aber zeigte er doch, welche Lücke Du hinterlassen hast. Du wurdest geliebt, Schatzi. Nun kannst Du da oben dasitzen und auch körperlich endlich einmal zur Ruhe kommen. Lass´ es Dir gut da ergehen, Schatzi!

Quietschgelb und dennoch unauffällig

Für Mango wurde ein Platz angefragt, nachdem sie als Letzte eines Schwarms übrigblieb und die junge Familie nicht mehr aufstocken wollte. Es sollte ein besonderes Zuhause sein, denn nach dem Eindruck der Vorbesitzer könnte Mango schlecht sehen und sei deshalb sehr zurückhaltend und unsicher. So zog sie nach Gelsenkirchen, wo wir weiter schauen wollten, ob sie eher in den sehr geschützten Fußgängerbereich oder doch zu den Fliegern könnte. So kam es dann auch. Allerdings wirkte sie nicht so, als könne sie schlecht sehen. Sie fand ohne zu zögern die höchsten Punkte und Plätze mitten in der Gruppe. Erst im Laufe der Tage zeigte sich, dass sie sich tatsächlich absondert, oft alleine sitzt und auch nicht im Getümmel der Anderen wie beim Füttern etwa zu finden ist. Für ein Hürdenwelli-Sein reicht das nicht, aber nun ist sie ja da und bleibt dann auch .Petrie findet das ziemlich gut, er ist bei ihr auch schon vorstellig geworden und begeistert empfangen worden. Mal sehen, ob das was Festes wird.

Herzlich Willkommen, kleine hübsche Mango

https://huerdenwellies.de/…/patensch…/die-hurdenwellies/+2

Die Leber war zu groß

In Gelsenkirchen gibt es noch einen Abschied – Jerry musste nach länger durchlittener Krankheit erlöst werden. Vor einigen Wochen krampfte sie abends zweimal stark, so dass nicht klar war, ob sie die Nacht bis zum nächstmöglichen Besuch in der Tierklinik überstehen würde. Wir vermuteten einen Schlaganfall, aber die Tierärztin hat am nächsten Tag dann sehr genau geschaut und mithilfe von Röntgen und Ultraschall eine viel zu große Leber, die wohl für die Krämpfe verantwortlich war, und diverse Zysten im Bauchraum festgestellt. Es zeigten sich ferner etwas Undefinierbares an den Nieren und beginnende Arthrosen in den Gelenken. Eine Großbaustelle, und das mit 2 oder 3 Jahren. Jerry hatte PBFD, und das Virus hat offenbar schon heftig in ihr gewütet. Das Hauptproblem jetzt war aber die Leber, und mit zeitweilig verabreichter Medizin in den Schnabel und Futterzusätzen konnten wir es lindern. Erst ging es danach etwa 4 Wochen lang gut, dann aber brauchte sie das Medikament dauerhaft und täglich. Dennoch mehrten sich die Phasen, in denen sie nur noch schlief und sich aus dem Schwarm zurückzog. Das war der Zeitpunkt, an dem wir uns eingestehen mussten, dass es so nicht mehr ging. Und so mussten wir Jerry dann gehen lassen. Liebe Jerry, im Sommer letzten Jahres bist Du erst eingezogen, mitten in die Gelsenkirchener Umzugswirren. Alle Strapazen hast Du gemeistert, und in diesem Jahr sind Dir sogar viele kleine Federn nachgewachsen. Ich hatte mich so gefreut, jetzt warst Du noch einmal ganz anders schön. Niemand wusste, dass mit der Änderung Deines Erscheinungsbilds auch schlimme Kämpfe in Deinem Inneren stattgefunden haben mussten, die Dir alle Energie raubten. Der Preis für die neuen Federn war zu hoch, aber man kann es sich nicht aussuchen. Jetzt hast Du Deine alte Kraft wieder, ein vollständiges Federkleidchen an, und vielleicht guckst Du ab und zu mal wohlwollend auf uns hinab. Mach es gut da oben, kleine wunderhübsche Jerry!