Abschied von Flöckchen – In Liebe lassen wir dich ziehen

Im Oktober 2018 zog Flöckchen in die Pflegestelle Ibbenbüren. Mit ca. 12 Jahren und verschiedenen Handicaps wollte die rüstige Omi neue Freunde kennenlernen. Auch träumte sie von einem Welliprinzen, doch ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Durch das weiße Gefieder wurde sie im Schwarm leider oft übersehen, doch Flöckchen gab niemals auf und flirtete mit vielen Wellibuben, bis sie dann mit 15 Jahren das Herz von Krümel eroberte. Es störte sie auch nicht, sich Krümel mit Lucky zu teilen, die 3 verstanden sich ganz prima und Krümel kraulte beiden das Köpfchen, versorgte sie mit Futterbrei und erzählte ihnen tolle Geschichten.

Flöckchen war zu Fuß unterwegs und eroberte so ihre Umgebung. Sie konnte sich mit Naturmaterialien immer lange beschäftigen und beobachtete gerne das Treiben ihrer Freunde um sich herum. Sie liebte Grünzeug und badete auch gerne im nassem Grün. Sie war mit sich und ihrer kleinen Welt immer gut zufrieden.

Durch gutartige Polypen und Zysten im Legedarm war Flöckchen dauerbrutig und dachte nur ans Eierlegen. Doch durch ihr hohes Alter und die Gefahr einer Legenot, wurde sie mit Hormonen behandelt und musste immer gut beobachtet werden.

Zuletzt machte ihr das Herz und Wassereinlagerungen in der Lunge zu schaffen, lange konnte sie erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden, doch dann kam der Tag, als ihr Herz keine Kraft mehr hatte. Sie schlief Ende März ganz ruhig im Kreise ihrer Freunde und in den Händen ihrer Felos friedlich ein.

Liebes Flöckchen, 3,5 Jahre durfte wir dich begleiten und dir ein schönes Zuhause geben. Du warst immer so gut zufrieden und hast so viel Ruhe ausgestrahlt. Gerne hätten wir dich noch viel länger begleitet, doch wir wussten, dass der Abschied nahte. Du hast uns immer vertraut, hast dich vor der Medigabe in unsere Hand gekuschelt und wir durften dein Köpfchen kraulen. So lange hast du auf einen Partner gehofft und wir haben uns so sehr gefreut für dich, als du Krümels Herz erobern konntest. Wir danken dir für die schöne gemeinsame Zeit und werden dich immer im Herzen tragen.

Wir haben dich lieb!

Opa Greta – Ein Neuzugang in Ibbenbüren

Bereits im Februar ist Opa Greta in Ibbenbüren eingezogen. Jetzt wird es Zeit, ihn endlich vorzustellen:

Opa Greta ist ca. 15 Jahre alt. Er kommt aus sehr guter Haltung aus einem Nachbarort von Ibbenbüren, dort wohnte er fast 15 Jahre mit seinem Bruder in einer Innen- und Außenvoliere zusammen. Der Senior ist dort sogar einmal ausgebüchst und hat einen Ausflug in ein benachbartes Waldgrundstück unternommen. Alle Versuche Greta einzufangen, sind gescheitert, denn er wollte den Wald kennenlernen. Erst am späten Abend konnte er wieder eingefangen werden. Beim Einzug vor 15 Jahren wurde anfangs vermutet, dass Greta eine Henne sei, daher die Namensgebung. Und da er nun mit 15 Jahren keinen Namenswechsel bekommen soll, wurde aus Greta halt Opa Greta.

Anfang des Jahres ist leider sein Bruder verstorben und die Welt für Greta zusammengebrochen. Da die Haltung aufgegeben wurde, durfte Opa Greta nach Ibbenbüren umziehen. In seiner Pflegestelle kam schnell Sorge auf, da er nicht fressen wollte und zusehends abbaute. Der Senior wurde bei der Eingangsuntersuchung stationär aufgenommen und behandelt. Greta hatte einen Megabakterienschub und wurde auch herzunterstützend behandelt. Nach ein paar Tagen durfte er dann zu seinen neuen Freunden zurückkehren. Wieder im Vogelzimmer angekommen, taute Greta mehr und mehr auf. Anfangs noch in seinem Willkommenskäfig, war er bald tagsüber und letztendlich auch nachts unter seinen neuen Freunden. Er brauchte seine Zeit, um richtig anzukommen. Nun hat er seine Lieblingsplätze und Futterstellen auserkoren und erkundet langsam den Rest des Vogelzimmers. Greta wirkt inzwischen mit seiner Welt sehr zufrieden. Man sieht und hört ihn immer mehr. Für sein Alter ist er auch noch sehr fit, flugfähig und bekommt sogar seinen Kopf zum Schlafen noch ins Gefieder gesteckt. Er beobachtet alles von den höchsten Punkten. Immer nach dem Fressen erzählt er in seiner eigenen Melodie, die deutlich aus dem Gezwitscher seiner Freunde herauszuhören ist.

Opa Greta, wir freuen uns, dass du jetzt bei uns bist! Herzlich Willkommen bei den Hürdenwellies in Ibbenbüren!

Kiwi – eine Hamburger Wellidame zieht nach Ibbenbüren

Anfang Dezember letzten Jahres zog Kiwi in die Pflegestelle Ibbenbüren. Sie wurde in Hamburg gefunden und von ganz lieben Menschen versorgt und aufgepäppelt. Die ersten Tage ging es Kiwi richtig schlecht, sie war stark unterkühlt und sehr erschöpft. Sie hatte Probleme mit dem Gleichgewicht und ein Bein machte ihr Probleme. Doch Kiwi kämpfte und gewann jeden Tag ein Stückchen Energie zurück. Als sich ihr Allgemeinzustand soweit stabilisiert hatte, konnte sie in ihr neues Zuhause ziehen. Bei der Eingangsuntersuchung zeigte sich, dass der Greifreflex in einem Fuß nicht richtig funktioniert. Vermutet wird, dass sie einen Sehnenabriss im Bein hatte und dadurch die Gleichgewichtsprobleme bekam, die sich in den letzten Wochen deutlich gebessert haben. Kiwi hat gelernt, mit dem Handicap umzugehen.

Anfangs war sie zurückhaltend und brauchte ihre Zeit um anzukommen, doch mittlerweile hat sie sogar einen Freund gefunden und die 2 sind schon mitten in der Familienplanung, denn Kiwi hat ihrem Piet bereits 7 Eier geschenkt und bebrütet nun ihre Kunsteier. Kiwi ist super angekommen und verhält sich typisch Henne, sie schreddert gerne und hat bereits eine große gefüllte Heu/Stroh Weidenkugel auseinander genommen. Sie kommt jeden Tag einen kleinen Schritt mehr an und wird immer mutiger und aufgeschlossener.

Wir freuen uns auf eine schöne gemeinsame Zeit und sind gespannt, wie sie sich weiterhin entwickeln wird. Herzlich Willkommen liebe Kiwi, habe viel Spaß mit deinen neuen Freunden.

Vielen Dank an die Finderin von Kiwi, die alles für die kleine Maus gegeben hat, damit sie überlebt und ein schönes und artgerechtes Zuhause bekommt.

Lucky, alles Gute kleines Engelchen

Lucky zog im Februar 2021 in die Pflegestelle Ibbenbüren. Sie war flugunfähig, hatte mehrere Arthrosen und ihr fehlten 2 Zehen an einem Fuß. Am Anreisetag wurde beobachtet, dass sie kurzatmig war und Wasser eingelagert hatte und von daher wurde sie direkt auf Medikamente eingestellt. Schließlich war sie mit 11 Jahren auch schon eine Seniorin und die medikamentöse Unterstützung tat ihr gut. Lucky brauchte ihre Zeit, um anzukommen und den neuen Felos und ihren neuen Freunden zu vertrauen, aber sie machte jeden Tag neue Fortschritte und erkundete das Vogelzimmer. Auch die Herren wurden genau unter die Lupe genommen und mit Bibi fand sie ihren Traumwelli. Bibi kümmerte sich rührend um Lucky und die 2 waren einfach ein Traumpaar. Lucky war immer gut zufrieden, wenn ihre Freunde leise waren, hörte man Lucky erzählen. Sie hatte ihre eigene wunderschöne Melodie und sie konnte sich stundenlang mit einer kleinen Holzkugel an einem Lederband beschäftigen, diese trug sie im Schnabel hin und her. Alles schien so perfekt und Lucky war glücklich mit ihrem Bibi und ihrer kleinen Welt. Doch dann wurde Bibi krank, er hatte einen Tumor hinter dem Auge und musste operiert werden. In der Aufwachphase verstarb er mit nur 2 Jahren und Lucky trauerte so sehr. Seit Bibis Tod waren ihre schönen Melodien nicht mehr zu hören. Nach einiger Zeit freundete sie sich mit Sternchen an und die 2 wurden feste Freundinnen und haben immer zusammen gesessen, doch auch Sternchen flog plötzlich über die Regenbogenbrücke und Lucky trauerte wieder sehr. Doch Flöckchen und Krümel konnten Lucky wieder glücklich machen. Mit Flöckchen fand Lucky wieder eine tolle Freundin an ihrer Seite und Krümel nahm gleich beide Damen als Freundin und so waren sie immer zu dritt zu sehen und die drei waren glücklich zusammen. Doch Lucky bekam Ende Januar neurologische Probleme und vermutet wurde ein Schlaganfall. Zuerst schien es, dass ihr das verordnete Medikament helfen würde, doch dann verschlechterte sich ihr Zustand rapide, wahrscheinlich hatte sie noch einen Schlaganfall. Da es keine Aussicht auf Besserung mehr gab, wurde sie erlöst und konnte in Frieden gehen.

Liebe Lucky, du warst unser kleiner Sonnenschein und wir vermissen dich so sehr! Wir haben 3 Tage und 2 Nächte mit dir gekämpft und gehofft, dass es dir wieder besser geht und du noch bei uns bleiben darfst, aber leider hattest du keine Kraft mehr und so ließen wir dich ziehen. Vom ersten Augenblick haben wir dich in unser Herz geschlossen und wir sind dir so dankbar, dass du in unser Leben getreten bist. Du warst eine tolle Wellidame und hast uns immer genau gezeigt, was du möchtest. Mit Bibi hast du deine große Liebe gefunden und es tat uns so unendlich leid, als er dich verlassen musste. Aber du hast immer gekämpft und sogar einen neuen Freund und 2 tolle Freundinnen gefunden. Flöckchen und Krümel sind ganz still und vermissen dich. Die Kuscheleinheiten mit dir, wo du dich bei uns in die Hand gekuschelt hast, die werden wir nicht vergessen und wir danken dir für dein Vertrauen. Nun bist du bei Bibi und Sternchen, sie haben dich bestimmt mit offenen Flügeln empfangen.

Mach es gut kleine Maus, wir haben dich unendlich lieb!

Speedy – flieg frei kleiner Kämpfer

Speedy zog Anfang Dezember 2021 in die Pflegestelle Ibbenbüren. Er kam aus einer Außenvoliere, die gerade aufgelöst wird. Da er der Schwächste in dem Schwarm war und abseits von seinen Freunden auf dem Boden saß, wurde er direkt mitgenommen und versorgt. Speedy war sehr schwach, konnte nicht fliegen und schien auch nicht viel sehen zu können, sein Alter ist nicht bekannt. Beim Tierarzt wurde ein Röntgenbild vom Bauchraum gemacht, um die Organe zu beurteilen und leider zeigte das Bild, dass er schwer krank war. Arthrosen machten ihm zu schaffen und haben auch die Flugunfähigkeit verursacht, aber auch das Herz und die Leber sahen sehr schlecht aus und die Schilddrüse war deutlich verändert. Bei der Untersuchung der Augen stellte sich heraus, dass er auf einem Auge komplett blind war und auf dem anderen Auge nur noch Schatten sehen konnte. Seine Prognose war sehr schlecht und es war klar, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb.
Speedy war ein richtiger Kämpfer, er fraß gut, am liebsten rote Hirse und nahm jeden Tag an Gewicht zu. Er liebte es, seine neuen Freunde um sich zu haben, da konnte er sich entspannen und ihren Geschichten lauschen. Auch seinen neuen Felos vertraute er langsam und lernte, dass er nach der Medikamentengabe wieder zurückgesetzt wurde. Aber Speedy war auch sehr schwach, er plusterte oft und schlief viel. Die schönen Momente, die er zwischendurch hatte, die kostete er richtig aus und erkundete dann seine Umgebung, doch seine Kräfte wurden jeden Tag weniger. Anfang Januar schlief er im Kreise seiner Freunde für immer ein.

Lieber kleiner Speedy, du warst ein toller und lieber Welli, wir danken dir, dass wir dich kennenlernen durften. Leider war die gemeinsame Zeit viel zu kurz, aber du hast uns das Gefühl gegeben, dass du dich bei uns geborgen und wohl gefühlt hast. Du hast so gekämpft und hast uns jeden Tag gezeigt, dass du noch bei uns und deinen neuen Freunden sein wolltest. Du hast uns vertraut, obwohl du uns nicht sehen konntest, dass hat uns sehr berührt. Wir wollten dir deine letzte Zeit so schön wie möglich gestalten und hoffen, dass du das gespürt hast. Nun bist du frei von Schmerz und Leid, jetzt kannst du wieder fliegen und auch sehen. Wir wünschen dir alles Liebe und Gute, dort, wo du nun bist. Im Herzen hast du deinen festen Platz und wir werden dich niemals vergessen.

Mach es gut kleiner Freund, wir haben dich sehr lieb!