Tierheimfest in Stuhr

Nass, kalt, windig, so ist das Tierheimfest in Stuhr gestartet.

Unser Pavillon hat sich trotz extra vorheriger Imprägnierung als nicht tauglich erwiesen, es hielt dem Regen leider nicht stand. Schnell wurden wir und auch unser komplettes Equipment durchnässt, es wurde kalt und unsere Crew verkleinerte sich deshalb…

Das Tierheim reagierte schnell und ließ uns nicht im Regen stehen. Sie hatten noch eine Pavillon Plane, die sie uns netterweise geliehen haben und die wir nun schnell über unser Pavillon ziehen konnten. Jetzt wollten wir durchhalten und das Tierheim unterstützen, denn einige Stände waren bereits wegen des schlechten Wetters verschwunden, andere gar nicht erst erschienen… Das Stuhrer Tierheim hatte sich so viel Mühe gemacht und uns gebeten zu bleiben, was wir auch sehr gerne taten. Leider war dann doch bei dem Wetter wenig los, und dementsprechend auch wenige Interessenten für unseren Stand. Am Nachmittag besserte sich das Wetter etwas und so konnten doch einige Gespräche geführt werden.

Abends ging es dann ins Hotel …aufwärmen, duschen und alles trocknen.

Sonntags war die Laune deutlich besser. Mit langer Unterhose, 2 T-Shirts drunter und dicker Winterjacke ging’s wieder an den Stand. Das Wetter war uns zum Glück etwas wohlgesonnener. Ein kurzes Gewitter, Regen aber auch viele sonnige Abschnitte bestimmten den Sonntag. Einige Gespräche konnten geführt werden, einige Flyer waren zum Glück getrocknet und konnten an den Mann bzw. die Frau gebracht werden.

Alles in allem war es doch ein schönes Fest und wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Tierheim Arche Noah für die nette Betreuung und ganz besonders dafür, dass wir dabei sein durften.

Neuigkeiten aus Ibbenbüren!

Pauli, schön, dass du bei uns bist!

Nach Sommerurlaub, Hitze und unglaublich vielen privaten Terminen, kommen jetzt auch endlich wieder neue Nachrichten aus der Ibbenbürener Pflegestelle…

Es gibt insgesamt 3 Neuzugänge, die wir in der nächsten Zeit vorstellen möchten…

Heute möchte sich Pauli vorstellen

Pauli ist ein 10jähriger Senior, der bereits Ende Mai in die Ibbenbürener Pflegestelle einzog. Seine Felos haben sich schweren Herzens entschlossen, die Wellihaltung nach vielen Jahren zu beenden, als Paulis Partnerin starb. Doch Pauli sollte wieder unter Freunden und daher wurde ein neues Zuhause für ihn gesucht. Pauli wohnte ganz in der Nähe, der Ibbenbürener Pflegestelle und so hatte er zum Glück eine kurze Anreise.

Pauli hat schon einige gesundheitliche Probleme, sein Herz- und seine Leber sind vergrößert, die Bauchspeicheldrüse arbeitet nicht mehr richtig und er hat tumoröse Veränderungen im Bauchraum. Auf dem Röntgenbild kann man nicht genau unterscheiden, ob der Magen oder die Bauchspeicheldrüse betroffen ist. Sein Herz und auch die Bauchspeicheldrüse brauchen medikamentöse Unterstützung und obwohl ihm die Medikamente gar nicht schmecken, nimmt er sie jeden Tag ganz lieb, als wenn er wüsste, wie wichtig diese für ihn sind. Sein Schnabel muss gut beobachtet und regelmäßig gekürzt und geschliffen werden, denn er hat eine angeborene Schnabeldeformation. Sein Schnabel wächst auch zu den Seiten und ist insgesamt brüchig.

Fliegen kann er mit seinen 10 Jahren noch ganz prima und mittlerweile hat er sich ganz toll eingelebt. In der ersten Zeit war er noch etwas zurückhaltend und hat lieber alles und alle beobachtet, doch mittlerweile fühlt er sich welliwohl in seinem neuen Schwarm. Mucki und Piet mag er besonders gerne und auf Blacky hat er auch schon ein Auge geworfen und ihr tolle Geschichten erzählt. Er sucht die Nähe des Schwarms und wird immer mutiger, seine neuen Freunde geben ihm Halt und machen ihm Freude. Mucki ist sein Vorbild, an dem er sich orientiert. Egal, was Mucki macht, Pauli macht es ihm nach, egal, wo Mucki sitzt, Pauli sitzt immer in seiner Nähe. Die beiden sehen sich auch sehr ähnlich und so machen sie es ihren Felos nicht immer einfach, wenn es Zeit für die Medikamente ist, aber da Pauli fliegen kann und Mucki zu Fuß unterwegs ist, wissen die Felos schnell Bescheid. Pauli wirkt mit seiner kleinen Welt sehr zufrieden und hat auch schon seine Lieblingsplätze gefunden. Und den Badebrunnen hat er für sich entdeckt und liebt es, im Wasser zu planschen. Nach dem Bad wird sich in den Schlaf gequasselt und Gemüse, Kräuter und allerlei Grünzeug hat er auch schon durchprobiert und für sehr lecker befunden.

Lieber Pauli, nochmal auf diesem Wege: Herzlich Willkommen in Ibbenbüren! Du bist ein toller Welli und wir freuen uns und danken dir, dass du nun bei uns bist und wir dich verwöhnen dürfen.

Abschied von Opa Greta – Danke für die schöne Zeit kleiner Spatz

Im Februar 2022 zog der 15jährige Opa Greta in die Pflegestelle Ibbenbüren. Er hatte seinen gleichaltrigen Bruder und zugleich besten Freund verloren und trauerte sehr. So sehr, dass er einen akuten Megaschub bekam und nichts mehr fressen wollte. Eine stationäre Behandlung brachte Besserung und im neuen Zuhause gaben ihm seine neuen Freunde neuen Mut und Halt, so dass sich Opa Greta gut einlebte und richtig aufblühte. Jeden Tag entdeckte er seine neue Umgebung ein wenig mehr und wurde immer mutiger. Im Schutz seiner Freunde genoss er hin und wieder ein kleines Nickerchen, mit 15 Wellijahren darf das auch sein. Und nach einer kleinen Pause war er wieder fit und gut drauf, er konnte sogar noch richtig gut fliegen und zum schlafen steckte er sein Köpfchen ins Gefieder. Auf seinen Lieblingsplätzen entdeckte er dann auch den ein oder anderen Hirsekolben, ein kleines Verwöhnprogramm für den kleinen Opi durfte nicht fehlen. Und nach dem Fressen erzählte er seine eigene wunderschöne Melodie. Und auch der Badebrunnen wurde genau untersucht und für gut befunden.

Alles hätte nicht besser laufen können und Opi strahlte so viel Lebensfreude aus und war so gut zufrieden. Doch Mitte Juni kippte sein Zustand von einem Moment auf dem anderen und es ging ihm nicht gut. Er war unruhig, konnte keinen Kot absetzten, fing an zu würgen und wollte nichts mehr fressen. Ein Röntgenbild zeigte ein vergrößertes Herz und einen „gefüllten“ Bauch. Wahrscheinlich hatte er einen Tumor im Magen Darmbereich, der den Kotabsatz behinderte. In der Praxis setzte er dann Blut ab. Sein Zustand verschlechterte sich schnell und dann machte Opa Greta sich auf, um seine letzte Reise anzutreten.

Lieber Opa Greta, leider hatten wir eine viel zu kurze gemeinsame Zeit. Du bist bei uns so aufgeblüht und hast jeden Tag zu einem, für dich schönen Tag werden lassen. Deine neuen Freunde haben dich aufgefangen und du hast dich unter ihnen geborgen gefühlt. Du hast von Anfang an unser Herz erobert und wir haben uns sehr gefreut, dass du so toll bei uns angekommen bist, auch wir haben jeden Moment mit dir genossen und dein wunderschönes Gezwitscher hat unser Herz berührt. Wir hätten dich gerne noch ganz lange verwöhnt und dich begleitet, aber es sollte nicht sein. 15 Jahre bist du geworden, dass ist ein tolles Wellialter und darauf kannst du stolz sein. Nun bist wieder bei deinem Bruder und bestem Freund, er hat dich bestimmt mit offenen Flügeln empfangen und nun habt ihr 2 euch wieder.
Mach es gut, kleiner Spatz, wir danken dir für die wunderschöne gemeinsame Zeit und werden dich immer liebhaben!

Piep muss nicht allein bleiben

In der Lüner Pflegestelle ist ein Welli- Pärchen eingezogen, Kiwi und Piep. Leider mussten wir Kiwi schon wieder verabschieden. Sie hatte große Herzprobleme und sehr mit Atemnot zu kämpfen.
Der 8-jährige Piep war der Ruhepol bei den beiden. Während Kiwi sehr ängstlich war, mag Piep es lieber gemütlich. Er ist etwas pummelig, aber er kann noch fliegen. Bereits nach kurzer Zeit im Schwarm begann er sich für alles zu interessieren. Er ist anderen Wellies gegenüber sehr aufgeschlossen und hat auch schon Kontakt zu Oskar aufgenommen.
Herzlich Willkommen Piep.
Es ist so schade, dass Kiwi so krank war. Aber wir sind uns ganz sicher, Du wirst Dich schon ganz bald bei uns wohlfühlen und viele neue Freundinnen und Freunde finden.

Abschied von Flöckchen – In Liebe lassen wir dich ziehen

Im Oktober 2018 zog Flöckchen in die Pflegestelle Ibbenbüren. Mit ca. 12 Jahren und verschiedenen Handicaps wollte die rüstige Omi neue Freunde kennenlernen. Auch träumte sie von einem Welliprinzen, doch ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Durch das weiße Gefieder wurde sie im Schwarm leider oft übersehen, doch Flöckchen gab niemals auf und flirtete mit vielen Wellibuben, bis sie dann mit 15 Jahren das Herz von Krümel eroberte. Es störte sie auch nicht, sich Krümel mit Lucky zu teilen, die 3 verstanden sich ganz prima und Krümel kraulte beiden das Köpfchen, versorgte sie mit Futterbrei und erzählte ihnen tolle Geschichten.

Flöckchen war zu Fuß unterwegs und eroberte so ihre Umgebung. Sie konnte sich mit Naturmaterialien immer lange beschäftigen und beobachtete gerne das Treiben ihrer Freunde um sich herum. Sie liebte Grünzeug und badete auch gerne im nassem Grün. Sie war mit sich und ihrer kleinen Welt immer gut zufrieden.

Durch gutartige Polypen und Zysten im Legedarm war Flöckchen dauerbrutig und dachte nur ans Eierlegen. Doch durch ihr hohes Alter und die Gefahr einer Legenot, wurde sie mit Hormonen behandelt und musste immer gut beobachtet werden.

Zuletzt machte ihr das Herz und Wassereinlagerungen in der Lunge zu schaffen, lange konnte sie erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden, doch dann kam der Tag, als ihr Herz keine Kraft mehr hatte. Sie schlief Ende März ganz ruhig im Kreise ihrer Freunde und in den Händen ihrer Felos friedlich ein.

Liebes Flöckchen, 3,5 Jahre durfte wir dich begleiten und dir ein schönes Zuhause geben. Du warst immer so gut zufrieden und hast so viel Ruhe ausgestrahlt. Gerne hätten wir dich noch viel länger begleitet, doch wir wussten, dass der Abschied nahte. Du hast uns immer vertraut, hast dich vor der Medigabe in unsere Hand gekuschelt und wir durften dein Köpfchen kraulen. So lange hast du auf einen Partner gehofft und wir haben uns so sehr gefreut für dich, als du Krümels Herz erobern konntest. Wir danken dir für die schöne gemeinsame Zeit und werden dich immer im Herzen tragen.

Wir haben dich lieb!