Herzlich willkommen, Pitti!

Die 12 Monate alte Pitti konnte schon als Jungvogel schlechter fliegen als die anderen. Bereits im Herbst 2021 zeichnete sich ab, dass sie in der Außenvoliere ihres ehemaligen Schwarms nicht mehr zurecht kam.

Sie durfte über den Winter ins warme Wohnhaus ihrer Halter ziehen, aber dort war sie sehr einsam.

So suchten ihren einfühlsamen Menschen ein neues Zuhause für sie als eine Reintegration in der Schwarm im Frühjahr 2022 misslang.

Anfang April durfte Pitti dann in den Fußgängerschwarm der Pflegestelle Hannover einziehen. Sie ist eine schüchterne, aber ganz liebe Henne.

Man kann sie einfach nur direkt lieb haben! ❤

Mit 13 Jahren war es Zeit, Abschied zu nehmen…

Keanu zog 2017 in die Pflegestelle Hannover. Schon damals war er nicht mehr der Jüngste, doch das merkte man ihm nicht an.
Er flog mit seinem Freund Kadir seine Runden, bis die Arthrose in den Schultergelenken ihn zu den Fußgängern umziehen ließ.
Dort war er bis zu Ottos Tod im letzten Jahr unzertrennlich mit ihm. Wo Otto war, war auch Keanu und umgekehrt. ☺️

Leider machte ihm zuletzt zusehends das Herz zu schaffen. Die Medikamente halfen aber ganz gut und er genoss die vielen warmen Frühlingstage mit geöffneter Tür. Frische Luft und Sonnenschein ließen ihn nochmal richtig aufleben und er ließ sich gerne von Fliegerfreund Noel durchs Gitter füttern. ❤

Dank einiger zerzauster Federn sah man ihm sein Alter an und trotzdem wirkte er immer jugendlich. Ein fröhliches Gemüt, der stolz den Altersgebrechen trotzte.

Heute morgen fand ihn seine Betreuerin für immer eingeschlafen vor. Auch wenn es absehbar war, kam es nun doch sehr plötzlich und ohne die Möglichkeit, ernsthaft Abschied zu nehmen. 😢

Nichtsdestotrotz sind wir froh und dankbar für fast fünf Jahre mit dieser schönen Seele. Er war wirklich ein ganz besonderer Vogel und wird sicher dort oben von all seinen gefiederten Freunden auf Erden herzlich empfangen werden. ❤❤❤

Abschied von Hildegard aus Hannover

Die etwa 11 Jahre alte Henne lebte seit 2018 in der Pflegestelle.
Damals war sie schon aufgrund ihres extrem hohen Gewichtes flugunfähig.
Durch Gewichtsreduktion und die Animation durch den Schwarm konnte sie sie schnell besser bewegen, blieb aber durch eine mitgebrachte Gefiedererkrankung Fußgängerin.

Im Lauf der Jahre wurde sie immer häufiger brutig. So stark, dass die sie einen Bauchdeckenbruch davon trug und mit Hormonpräparaten behandelt werden musste. Im letzten Herbst und Winter machten ihr aufgrund des hohen Gewichtes (durch hormonbedingten Wassereinlagerungen) die Gelenke zu schaffen.
Die scheue Henne brauchte täglich Schmerzmittel und die spröde Haut am Bauch wurde mit Salben gepflegt.
Nach dem Setzen eines Hormonchips ging es ihr nochmal richtig gut. Die Gelenke taten nicht mehr weh, weil sich Schwellungen im Legeapparat zurückbildeten. Es schien so als ob Hildegard noch eine schöne Zeit bleiben würde…

Leider musste die Pflegestellenbetreuerin vor Kurzem feststellen, dass sich Hildegard die Stelle um die Bürzeldrüse blutig biss. Zunächst war nur eine kleine Schwellung sichtbar, die mit Salben und Entzündungshemmern erstmal besser wurde.
Doch schnell ließ sich als Ursache ein rasant wachsender, bösartiger Tumor identifizieren. Hildegard wurde palliativ behandelt und noch ein bisschen mehr als sonst verwöhnt. Halbreife Hirse liebte sie besonders.

Am Samstag ging es ihr so schlecht, dass wir entschieden, sie gehen zu lassen. Es gab keine Hoffnung auf Besserung mehr.
Jetzt ist sie Teil des Himmelsschwarms, der immer in unseren Herzen bleiben wird. ❤️

Trauer um Lune im Hannover

Lune lebte ziemlich genau drei Jahre in der Pflegestelle.

Sie kam noch als recht junge Henne mit ihrer Schwester nach Hannover, weil die Halter aufgrund eines Umzuges die Wellensittichhaltung aufgeben mussten.

Lune präsentierte sich schon damals als sehr agile und vorwitzige Henne.

Sie brach nicht nur einmal aus dem Quarantänekäfig aus, nutze jede Gelegenheit, um im Wasser zu planschen oder Grünfutter zu inhalieren. 😉 Auch die Türen der Fußgängerzone öffnete sie sehr gerne und mit Engelsgeduld. Nur Kabelbinder konnten sie aufhalten. 😎

Gerne saß sie auch mit ihrer Schwester Sol oben auf dem Luftreiniger und kotete in den Luftstrom. 🙈

Nichts war vor ihrem Schnabel sicher und auch aufwendige Hormonbehandlung und kurze Auszeiten zum Auskühlen konnten sie nicht davon abhalten, regelmäßig Eier zu legen.

Anfang letzten Jahres konnte sie dem Tod nochmal von der Schippe springen, indem ihr der Legedarm samt verklebten Eies und mehreren Schichteiern entfernt wurde. In diesem Zuge wurde auch der Bauchdeckenbruch durch das viele Legen gestrafft.

Sie erholte sich gut, fing aber trotz der Hormongaben schnell wieder an, brutig zu werden. Eier legen ging zwar nicht, aber durch die hohen Östrogenspiegel lagerte sich viel Wasser ein und darunter litten die Gelenke.

Es begann ein langer Weg aus Salben, Schmerzmitteln, Verbänden etc.

Erst ein Hormonchip brauchte dauerhafte Verbesserung.

Leide war Lunes kleiner Körper durch das viele Eierlegen ziemlich verbraucht.

Trotz ihres zarten Alters wirkte sie oft wie ein alter Wellensittich.

Ihre Lebensfreude und die Liebe zu ihrem gelben Freund Kuckuck ließen sie aber immer weiter kämpfen.

Sie wollte leben. Also gingen wir den Weg mit ihr.

Eines Tages war „der Funke“ in ihren Augen plötzlich erloschen. Auch wenn die Entscheidung sehr schwer fiel, war es Zeit, sie auf ihrer letzten Reise zu begleiten.

Nicht nur ihrem Kuckuck fehlt die witzige und lebenslustige kleine Persönlichkeit sehr.

Auch wir werden sie für immer im Herzen tragen. 🙏❤️

Von Bremen nach Hannover…

… zog dieser kleine Mann. Sein Name ist Moritz und er ist zwischen 3 und 4 Jahre alt.

Leider ist bei ihm die Diagnose PBFD bestätigt, was man ihm ja auch ansieht.

Er hatte ein gutes Leben bei einer kompetenten Halterin. Leider war er aber dort der einzige Fußgänger.

Richtig glücklich wirkte er schon einige Zeit nicht mehr und war aus Sicherheitsgründen vom Schwarm separiert.

Damit er unter Seinesgleichen leben kann, nahm die Halterin schweren Herzens Abschied und er zog in die geschützte Fußgängerzone der Hannoveraner Pflegestelle ein.

Moritz ist ein Menschen gegenüber schüchterner Hahn, weswegen schöne Bilder eher schwierig sind. Meistens setzt er sein Grumpy-Face auf oder man sieht einen blauen Schatten von hinten.

Inzwischen wird er aber schon mutiger und lässt sich auch nicht mehr von menschlicher Anweseheit beim Zwitschern stören.

Herzlich Willkommen im Kreis der Hürdenwellies, lieber Moritz. ❤️

https://huerdenwellies.de/…/patensch…/die-hurdenwellies/