In Hannover ging die Sonne unter 😢

Hannover musste Abschied von Sol (lat. für Sonne) nehmen.

Vor etwa einer Woche saß sie plötzlich zusammengekauert auf der Voliere. Das Kopfgefieder war völlig verklebt.

Sofort bekam sie Brei mit Medikamenten und es ging ihr von Tag zu Tag wieder besser.

Am Donnerstag wurde sie trotzdem sicherheitshalber dem Tierarzt unseres Vertrauens nochmal vorgestellt.

Dieser konnte aber leider auch keine eindeutige Ursache finden, die Behandlung sollte fortgeführt und gegebenenfalls angepasst werden.

Am Samstag-Nachmittag ging es ihr dann so schlecht, dass sie keinen Lebenswillen mehr zeigte und so beschlossen wir, sie am nächsten Tag schweren Herzens von ihrem Leiden zu erlösen.

Sol war so eine liebenswerte und eher ruhige Henne. Sie drängte sich nicht in den Vordergrund und hatte dennoch eine starke Ausstrahlung.

Es tröstet ein bisschen, sie wieder bei ihrer Schwester Lune zu wissen. Die beiden trieben zu Lebzeiten allerlei Schabernack und können nun mit den anderen Vorausgegangenen den Himmelsschwarm wieder ordentlich aufmischen.

Du wirst hier wirklich fehlen, liebe Sol. 🥲

Abschied von Hexe

In Hannover hat uns eine ganz besondere Persönlichkeit verlassen.

Hexe zog Ende letzten Jahres in die Pflegestelle.

Die kleine ruhige Henne brachte kleinere gesundheitliche Baustellen mit, was aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht verwunderlich war.

Einige konnten behoben werden, mit ihrer Herzschwäche mussten wir leben.

Leider entwickelte sie immer wieder Gelenksentzündungen, die mit Verbänden und Schmerzmitteln gut in den Griff zu bekommen waren.

Hexe zeigte immer Lebenslust und freundete sich vor allem mit der alten Eve an. Immer war sie freundlich zu den anderen Fußgängern und liebte es, aus dem Fenster in den Garten zu sehen.

Oft dachten wir, dass es dem Ende zu geht, aber sie berappelte sich immer wieder.

Erst als sie das Signal gab, dass die schlechten Tage mehr werden, nahmen wir schweren Herzens Abschied.

Obwohl sie nicht sehr lange im Kreise der Hürdenwellies war, wird sie immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben. Sie war eine echte Kämpfernatur und die innige Freundschaft zu Eve rührte uns sehr.

Sie hatte auch vor ihrer Zeit bei den Hürdenwellies ein liebevolles Zuhause und so können wir davon ausgehen, dass sie viele gute Jahre auf Erden hatte. ❤

Zuckerschock in Hannover 😍

Vor einer Woche reiste ein Wellikind mit dem ICE in der ersten Klasse von München nach Hannover. 🧳🚈

Das vermeintlich flugunfähige Wellikind wurde von der lieben Patin des Hürdenwelli Herrn Nilsson in einem Tierbedarfshandel mit Tierverkauf entdeckt.

Dort wurde die Flugunfähigkeit festgestellt und somit war der Vogel quasi unverkäuflich.

Und was mit Tieren passiert, die als Ware angesehen werden und nicht mehr verkauft werden können, kann sich jeder selbst ausmalen…

Doch eine aufmerksame Mitarbeiterin machte einen Aushang, der von unserer Patin gesehen wurde.

Sofort machte diese sich auf die Suche nach einem behindertengerechten Zuhause für das kleine Wellimädchen. 🏡

Als klar war, dass sie ein Hürdenwelli werden würde, übernahm sie auch sofort die Patenschaft. 🙏 Auch ein Name war schnell gefunden. Sopherle (die bayrische Verniedlichungsform von Sophia).❤

Sie brachte das Wellikind zum Zug und sorgte dafür, dass es ihm auf seiner Reise an nichts fehlen würde.

So kam das Sofferle gut gelaunt und mit „vollgefressenem Ranzen“ in Hannover an. 😁

Leider wurde bei der Eingangsuntersuchung Schnabelräude festgestellt und so sitzt Sophia leider gerade die Wartezeit bis zur nächsten Behandlung noch ab. 😢

Dann darf sie aber endlich zu den anderen und bringt eine Überraschung mit:

Sie übt im Quarantänekäfig nämlich sehr fleißig das Fliegen. Ob nun eine Verletzung ausgeheilt ist oder die Federn richtig ausgewachsen sind, können wir nur mutmaßen.

Auch die Schwanzfedern werden dann vielleicht noch nachwachsen!?

Wir freuen uns jedenfalls sehr über das quicklebendige Wellikind und heißen sie herzlich im Kreis der Hürdis willkommen.

P.s. Die Bilder sind übrigens typisch für Sophia. Immer in Bewegung und dementsprechend schwer ist es, schöne Bilder von dem kleinen Flummi zu machen…🤪

Schneeglöckchen ist jetzt auch ein Hürdenwelli… 🥰

Schneeglöckchen lebte mit ihrem Partner in einer kleinen „Turmvoliere“ im Garten eines Neubaugebietes.

Leider waren die Halter sehr unerfahren und ließen die Vögel auch bei Minustemperaturen in dieser engen Behausung. Da sie keine Möglichkeiten hatten, sich irgendwie warm zu fliegen und auch kein Schutzhaus vorhanden war, erfror Schneeglöckchens Partner.

Sie überlebte diese kalte Nacht wie durch ein Wunder und wurde dann ins Kinderzimmer geholt.

Gott sei Dank hatte die Familie ein Einsehen, dass Wellensittiche doch nicht die richtigen Haustiere für sie seien und suchten einen Platz für die hübsche Henne.

So zog Schneeglöckchen nach Hannover.

Sie ist eine ruhige und liebe Henne, die bei den Hähnen sehr beliebt ist, was ihr mit zunehmendem Alter Probleme bereitet, weil ihr Bauch mit jeder Brutigkeit stärker anschwillt, um die Eierproduktion einzuleiten. Dadurch wird sie kurzatmig und das zusätzliche Gewicht drückt auf die Gelenke.

So musste ihr nun das erste Mal ein Chip gesetzt werden, weil alle anderen Maßnahmen, um das Eierlegen zu unterbinden, nicht mehr greifen.

Schneeglöckchen befindet sich gerade in der Regenerationsphase, in der sich der Calcium- und Hormonhaushalt wieder normalisieren und wir hoffen sehr, dass die Beschwerden dadurch dauerhaft verschwinden.

Herzlich willkommen, im Kreis der Hürdis, liebes Schneeglöckchen. Wir freuen uns, dass du hier bist. 🙏❤

Viel zu kurz…

… war die gemeinsame Zeit mit Emma in Hannover.

Sie hatte sehr engagierte Vorbesitzer, die schon früh nach einem Platz für den verbleibenden Vogel ihrer letzten Paarhaltung suchten.

Vor Kurzem verstarb Emmas Partner an einem Hodentumor. Da Emma nicht lange alleine bleiben sollte, war der Umzug schnell geplant und sie wurde vorab einer Eingangsuntersuchung unterzogen.

Leider wollte sie am darauffolgenden Tag nicht mehr fressen. Die Vorbesitzer berichteten, dass sie ans Futter ginge, aber nichts hinunterschlucken könne.

Da die ausbleibende Nahrungsaufnahme bei solch einem kleinen Tier ohne nennenswerte Reserven schnell tödlich enden kann, kam Emma in die tiermedizinisch vorgebildeten Hände der Pflegestelle Hannover.

Emma bekam Brei und diverse Medikamente. Trotz Schmerzmitteln wirkte sie weiter schmerzhaft und die betreuende Tierarztpraxis für Vögel und die anderen Pflegestellen wurden zusätzlich um Rat gebeten. Denn es war klar – Emmas Zustand war mehr als kritisch.

Noch am gleichen Tag wurde die Behandlung weiter angepasst. Doch es war zu spät: Am nächsten Morgen – keine 24 Stunden nach Emmas Ankunft, wurde sie leider leblos aufgefunden.

Nicht nur für die Vorbesitzer, die die erst vier Jahre alte Emma für den Rest ihres Lebens in Gesellschaft wissen wollten, ein bitterer Tag. Auch für uns.

Denn wenn keine Bemühung, kein Wissen der Welt, kein Netzwerk an anderen erfahrenen Vogelhaltern und Tierärzten ausreicht, um so ein zartes Leben zu beschützen, geht das schon sehr nah.

„Liebe Emma, es tut mir sooo Leid, dass ich nichts mehr für dich tun konnte.

Ich hätte dir das Leben im Schwarm so gegönnt. Aber du kamst bereits zu krank zu mir.

Ich werde dich nie vergessen.“