Zuckerschock in Hannover 😍

Vor einer Woche reiste ein Wellikind mit dem ICE in der ersten Klasse von München nach Hannover. 🧳🚈

Das vermeintlich flugunfähige Wellikind wurde von der lieben Patin des Hürdenwelli Herrn Nilsson in einem Tierbedarfshandel mit Tierverkauf entdeckt.

Dort wurde die Flugunfähigkeit festgestellt und somit war der Vogel quasi unverkäuflich.

Und was mit Tieren passiert, die als Ware angesehen werden und nicht mehr verkauft werden können, kann sich jeder selbst ausmalen…

Doch eine aufmerksame Mitarbeiterin machte einen Aushang, der von unserer Patin gesehen wurde.

Sofort machte diese sich auf die Suche nach einem behindertengerechten Zuhause für das kleine Wellimädchen. 🏡

Als klar war, dass sie ein Hürdenwelli werden würde, übernahm sie auch sofort die Patenschaft. 🙏 Auch ein Name war schnell gefunden. Sopherle (die bayrische Verniedlichungsform von Sophia).❤

Sie brachte das Wellikind zum Zug und sorgte dafür, dass es ihm auf seiner Reise an nichts fehlen würde.

So kam das Sofferle gut gelaunt und mit „vollgefressenem Ranzen“ in Hannover an. 😁

Leider wurde bei der Eingangsuntersuchung Schnabelräude festgestellt und so sitzt Sophia leider gerade die Wartezeit bis zur nächsten Behandlung noch ab. 😢

Dann darf sie aber endlich zu den anderen und bringt eine Überraschung mit:

Sie übt im Quarantänekäfig nämlich sehr fleißig das Fliegen. Ob nun eine Verletzung ausgeheilt ist oder die Federn richtig ausgewachsen sind, können wir nur mutmaßen.

Auch die Schwanzfedern werden dann vielleicht noch nachwachsen!?

Wir freuen uns jedenfalls sehr über das quicklebendige Wellikind und heißen sie herzlich im Kreis der Hürdis willkommen.

P.s. Die Bilder sind übrigens typisch für Sophia. Immer in Bewegung und dementsprechend schwer ist es, schöne Bilder von dem kleinen Flummi zu machen…🤪

Schneeglöckchen ist jetzt auch ein Hürdenwelli… 🥰

Schneeglöckchen lebte mit ihrem Partner in einer kleinen „Turmvoliere“ im Garten eines Neubaugebietes.

Leider waren die Halter sehr unerfahren und ließen die Vögel auch bei Minustemperaturen in dieser engen Behausung. Da sie keine Möglichkeiten hatten, sich irgendwie warm zu fliegen und auch kein Schutzhaus vorhanden war, erfror Schneeglöckchens Partner.

Sie überlebte diese kalte Nacht wie durch ein Wunder und wurde dann ins Kinderzimmer geholt.

Gott sei Dank hatte die Familie ein Einsehen, dass Wellensittiche doch nicht die richtigen Haustiere für sie seien und suchten einen Platz für die hübsche Henne.

So zog Schneeglöckchen nach Hannover.

Sie ist eine ruhige und liebe Henne, die bei den Hähnen sehr beliebt ist, was ihr mit zunehmendem Alter Probleme bereitet, weil ihr Bauch mit jeder Brutigkeit stärker anschwillt, um die Eierproduktion einzuleiten. Dadurch wird sie kurzatmig und das zusätzliche Gewicht drückt auf die Gelenke.

So musste ihr nun das erste Mal ein Chip gesetzt werden, weil alle anderen Maßnahmen, um das Eierlegen zu unterbinden, nicht mehr greifen.

Schneeglöckchen befindet sich gerade in der Regenerationsphase, in der sich der Calcium- und Hormonhaushalt wieder normalisieren und wir hoffen sehr, dass die Beschwerden dadurch dauerhaft verschwinden.

Herzlich willkommen, im Kreis der Hürdis, liebes Schneeglöckchen. Wir freuen uns, dass du hier bist. 🙏❤

Viel zu kurz…

… war die gemeinsame Zeit mit Emma in Hannover.

Sie hatte sehr engagierte Vorbesitzer, die schon früh nach einem Platz für den verbleibenden Vogel ihrer letzten Paarhaltung suchten.

Vor Kurzem verstarb Emmas Partner an einem Hodentumor. Da Emma nicht lange alleine bleiben sollte, war der Umzug schnell geplant und sie wurde vorab einer Eingangsuntersuchung unterzogen.

Leider wollte sie am darauffolgenden Tag nicht mehr fressen. Die Vorbesitzer berichteten, dass sie ans Futter ginge, aber nichts hinunterschlucken könne.

Da die ausbleibende Nahrungsaufnahme bei solch einem kleinen Tier ohne nennenswerte Reserven schnell tödlich enden kann, kam Emma in die tiermedizinisch vorgebildeten Hände der Pflegestelle Hannover.

Emma bekam Brei und diverse Medikamente. Trotz Schmerzmitteln wirkte sie weiter schmerzhaft und die betreuende Tierarztpraxis für Vögel und die anderen Pflegestellen wurden zusätzlich um Rat gebeten. Denn es war klar – Emmas Zustand war mehr als kritisch.

Noch am gleichen Tag wurde die Behandlung weiter angepasst. Doch es war zu spät: Am nächsten Morgen – keine 24 Stunden nach Emmas Ankunft, wurde sie leider leblos aufgefunden.

Nicht nur für die Vorbesitzer, die die erst vier Jahre alte Emma für den Rest ihres Lebens in Gesellschaft wissen wollten, ein bitterer Tag. Auch für uns.

Denn wenn keine Bemühung, kein Wissen der Welt, kein Netzwerk an anderen erfahrenen Vogelhaltern und Tierärzten ausreicht, um so ein zartes Leben zu beschützen, geht das schon sehr nah.

„Liebe Emma, es tut mir sooo Leid, dass ich nichts mehr für dich tun konnte.

Ich hätte dir das Leben im Schwarm so gegönnt. Aber du kamst bereits zu krank zu mir.

Ich werde dich nie vergessen.“

Eine leere Schaukel oder manchmal kommt jede Hilfe zu spät…

Am Mittwoch Abend kam ein kleiner Wellimann in Hannover an.

Er wurde als Schlechtflieger angekündigt, eine Leberproblematik wurde vermutet.

Er würde aufgrund eines Traumas auf Kindergeräusche stark panisch reagieren.

Ein Tierarzt wurde bereits aufgesucht, die Brustmuskulatur wäre verkümmert und er deshalb flugunfähig geworden und wegen der Lebersymptomatik solle man gegebenenfalls ein weiteres Mal vorbeikommen.

Als der kleine Hahn in der Pflegestelle ankam, fiel uns direkt auf, dass er bei jedem Schritt in seiner Transportbox auf der Stange mitschwankte.

Er wurde samt Box in den Willkommenskäfig gestellt, doch er kam nicht heraus.

Also nahmen wir ihn heraus.

Sofort fielen uns die verstopften Nasenlöcher auf, sein mäßiger Ernährungszustand und der typische „Leberschnabel“ ins Auge.

Er wurde zurück gesetzt, wirkte orientierungslos und entkräftet.

Auch zitterte er stark, als ob er starke Schmerzen hätte.

Kurze Zeit später bekam er ein Medikament, das sowohl Herz als auch Leber unterstützt, Brei mit allen nötigen Nährstoffen und Vitaminen, ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum gegen den Nasenausfluss. Die Nasenlöcher wurden von dem eingetrockneten Schleim befreit.

Etwa eine Stunde später bekam er hochdosiert Vitamin B12, falls das Zittern und die Krämpfe nach Aufregung von einem Mangel kämen und eine Portion Flüssigkeit mit pflanzlichen Präparaten zur Stärkung versetzt.

Die erste Behandlung mit dem Brei schien ihm gut getan zu haben, sein Zustand schien minimal stabiler. Die Hoffnung keimte wieder etwas, dass sich sein kritischer Zustand verbessern würde.

Wir beschlossen ihn Mattia zu nennen. Ein männlicher italienischer Vorname, der so viel wie „Geschenk Gottes“ bedeutet.

In der Nacht bekam er nochmal Brei mit Medikamenten. Wir versprachen ihm, alles zu tun und mit ihm gemeinsam für seine Genesung zu kämpfen. 🙏

Am frühen Morgen fanden wir ihn leblos vor.

Lieber Mattia, wir sind unendlich traurig, dass wir dir nicht mehr helfen konnten.

Nach dem Gespräch mit deinen letzten Vorbesitzern hast du schon länger gezeigt, dass es dir nicht gut geht.

Sie haben versucht, alles richtig zu machen und Hilfe gesucht. Leider wurden sie falsch beraten und auch wir konnten dir nicht mehr helfen.

Wir können nur mutmaßen, was dir gefehlt hat. Selbst ein Hirntumor ist nicht auszuschließen.
Du wirst wie all unsere gefiederten Familienmitglieder einen besonderen Platz im Garten bekommen und wir werden immer an dich denken.

Hab eine gute Reise, lieber Mattia. Dort, wo du jetzt bist, sind alle Schmerzen vergessen, aber hoffentlich nicht die Liebe, die wir dir mitgegeben haben. 🥺❤️‍🩹

Viel zu früh…

Anfang April zog Pitti als 12 Monate alter Vogel in die Pflegestelle Hannover.

Sofort war klar, dass sie zusätzlich zu ihrer PBFD-Erkrankung noch ein Problem mit der Verdauung/dem Magen haben musste. Sie schmatze und war ständig müde und abgeschlagen.

Sie wurde mehr als vier Wochen behandelt. Doch es wurde nicht richtig gut, es traten immer nur kleinere Verbesserungen ein.

Zuletzt war Pitti in der Mauser und die machte ihr sehr zu schaffen. Sie bekam Brei, der mit leber- und nierenunterstützenden Präparaten versetzt wurde und ein Medikament zur Behandlung von Magengeschwüren.

Denn leider wirkte Pitti immer noch wie ein chronischer Magenpatient. Die Behandlung schien ihr aber gut zu tun und sie wurde fitter und wacher.

Als die Pflegestellenbetreuerin am gestern am Abend ins Vogelzimmer ging, fand sie Pitti frisch verstorben vor.

Wir wissen nicht, was genau passiert ist und können nur mutmaßen.

Entweder hat ihr Immunsystem durch die Mauser den Kampf gegen die Circoviren verloren und es kam zu einem Multiorganversagen oder sie hatte doch ein Magengeschwür/einen Magentumor, der aufgegangen ist und sie ist innerlich verblutet.

Wir haben in keinster Weise damit gerechnet und sehr traurig, weil wir Pitti trotz ihrer kurzen Zeit bei uns sehr ins Herz geschlossen haben.

Wir hoffen, dass sie die Zeit unter anderen Handicapvögeln noch genießen konnte, nachdem sie ein halbes Jahr alleine saß, weil sie in ihrer Außenvoliere nicht mehr zurecht kam.

Liebe Pitti, deine Zeit auf Erden war viel zu kurz.

Wir hätten dich so gerne noch eine Weile bei uns gehabt.

Wir hoffen, dass deine kleine Seele nun an einem Ort ohne Schmerzen ist und du mit all den Vorausgegangen ein schönes Himmelsfest feiern kannst.

Du hast für immer einen Platz in unseren Gedanken und unseren Herzen!