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Freudige Nachrichten aus Hannover

Die Pflegestelle Hannover könnte gerade fast schweben vor Glück.

Denn nicht nur Flicki geht es viel besser, seitdem er die Augentropfen bekommt, sondern auch die riskante Operation bei seinem Quarantänekumpel Bibo ist geglückt. 🥳

Unser Tierarzt hat mal wieder Großartiges vollbracht und Bibo erfolgreich den linken Flügel teilamputiert, da er von einem Tumor zerfressen wurde.

Das als gute Nachricht vorweg und nun zu Bibos Geschichte.

Bibo ist ein kleiner fröhlicher gelber Wellensittich, der gefunden wurde.

Wir können nur mutmaßen, aber es ist wahrscheinlich, dass er wegen des Flügeltumors ausgesetzt wurde.

Er verbrachte einige Zeit im Tierheim, wo ihn mehrere Personen sofort ins Herz schlossen und er den Namen Bibo bekam. ❤

Als sich Bibo den Flügel aufbiss und es im Raum stand, ihn einzuschläfern, wandten sie sich hilfesuchend an uns.

Nach kurzem Erfahrungsaustausch sollte das lebenslustige Kerlchen eine Chance bekommen und so zog er kurzerhand in die Pflegestelle Hannover um.

Da unser Tierarzt gerade aber in seinem wohlverdienten Urlaub war, blieb Zeit, Bibo zu beobachten.

Zwei Tage ging es ohne Verband gut, dann biss er sich den Flügel wieder blutig. Die Gefahr einer Infektion und Entzündung war sehr hoch.

Da Tumorgewebe oft sehr gut durchblutet ist, bestand sogar die Gefahr des Verblutens, wenn dieser bei einem Absturz aufgeplatzt wäre oder Bibo ein größeres Blutgefäß mit dem Schnabel verletzt hätte.

Also überbrückten wir die Wartezeit im Quarantänekäfig wieder mit einem Verband, der den Flügel schützen sollte.

Gott sei Dank war Bibo nicht alleine und konnte sich zwischenzeitlich mit dem blinden Flicki anfreunden.

Beide genossen es sehr, nicht alleine zu sein und lauschten gemeinsam dem Gezwitscher der anderen, das aus dem Vogelzimmer drang.

Wir geben zu, dass wir ganz schön Bammel vor dem Eingriff hatten, aber für Bibo gab es keine Wahl.

Als wir die Nachricht bekamen, dass Bibo die Operation gut überstanden hätte, fielen uns gleich mehrere Felsbrocken vom Herzen.

So ein fröhlicher Vogel hatte es einfach doppelt verdient, eine zweite Chance zu bekommen.

Am darauffolgenden Tag durften wir ihn abholen und uns standen Tränen vor Freude in den Augen, ihn so munter zu sehen.

Er durfte dann auch gleich zu Flicki und den anderen Fußgängern ziehen und verhielt sich sofort so, als wäre er hier schon immer zuhause.

Er bekommt noch ein paar Tage Schmerzmittel, bald kann der Verband ab und so stehen Bibo hoffentlich noch viele schöne und unbeschwerte Jahre im Kreise der Hürdenwellies bevor.

Herzlich willkommen, du Süßer. Wir freuen uns so unglaublich, dass du hier bist!!!

Ein Altersruhesitz in Hannover

Nach dem Verlust des letzten Partnertieres sollte Flicki nochmal ein Leben unter Artgenossen ermöglicht werden.

Über ein Jahrzehnt lebte der hübsche Schecke in seiner bisherigen Familie.

Seit seinem zehnten Lebensjahr veränderten sich seine Augen und er erblindete fast vollständig. Ein Tierarzt wurde zurate gezogen, aber dieser hielt Flickis Augenentzündungen für einen altersbedingten grauen Star.

Als er in der Pflegestelle Hannover ankam, fielen uns gleich die eitrigen Veränderungen hinter der Hornhaut in beiden Augen auf. Wir suchten eine Augenspezialistin auf.

Diese bestätigte, dass die Umbauprozesse im rechten Auge zwar weit vorangeschritten, aber noch nicht abgeschlossen sind.

Nun bekommt Flicki Augentropfen, Schmerzmittel und Entzündungshemmer, um ihm das letzte bisschen Sehvermögen zu erhalten.

Auf dem linken Auge ist er leider bereits irreversibel erblindet.

Obwohl er auf dem rechten Auge nur noch Hell-Dunkel unterscheiden kann, fügt er sich gut in den Fußgängerschwarm ein.

Leider mausert er gerade sehr stark, was in seinem Alter immer ein erhöhtes Risiko darstellt, da das Immunsystem geschwächt ist.

Er kann daher gute Wünsche und gedrückte Daumen sicherlich gut gebrauchen.

Wir haben den kleinen Kerl schon fest ins Herz geschlossen und hoffen sehr, dass der Welliopa noch viele schöne Momente in der Geborgenheit des Schwarms erleben darf. 🙏🙏🙏

Nur 2 Stunden ein Hürdenwelli

Wir sind so traurig und es ist so schwer zu verstehen. Coco war gerade erst eingezogen und verstarb bereits 2 Stunden später. 
Nachdem sie ein Jahr lang allein gelebt hatte, wurde Coco von den Vorbesitzern übernommen. Dort bekam sie auch eine zweite Henne dazu, damit sie nicht allein bleiben musste. Als ihre Partnerin verstarb, sollte sie dann ein Hürdenwelli werden. 
Coco konnte noch nie gut fliegen und verlor im Laufe der letzten Jahre auch alle Schwung- und Schwanzfedern. Als sie in Lünen eintraf wirkte sie sehr schwach und hatte Atemnot. Nach kurzer Zeit zog sie sich zurück und wurde ganz still.
Es ist traurig einen Welli zu verlieren, den man einige Wochen/ Monate oder Jahre gepflegt hat. Aber es bleiben dann die Erinnerungen an schöne Tage, glückliche Momente. Bei Coco blieb nur die kurze Zeit. Nachdem Coco sich so zurück gezogen hatte nahm die Pflegestellenbetreuerin sie behutsam in die Hand, um nach ihr zu schauen. Coco blieb dort ruhig liegen, bis zuletzt. Sie ist ganz still eingeschlafen und war nicht allein. Sie musste nicht leiden. Das ist es woran wir uns voller Liebe erinnern wollen. 

Welttierschutztag 04.10.2022

Am heutigen Welttierschutztag denken wir an die tolle Arbeit, die unsere Pflegestellen tagtäglich leisten und freuen uns darüber wie vielen Wellies wir helfen und ein Zuhause geben konnten. All das ist nur mit Eurer tollen Unterstützung möglich und dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

Heute wollen wir aber auch ganz besonders an die vielen Tiere erinnern, die nicht so ein Glück haben. Es gibt viel zu viele, die unter unwürdigen Bedingungen leben müssen. Sie sind ohne unser aller Hilfe verloren.

Bitte bleibt aufmerksam und schaut nicht weg… schaut in Eure Nachbarschaften, in Eure Freundeskreise, Eure Familien und helft mit, denen zu helfen, die sonst niemand sieht.

Der Himmel hat einen Engel wieder

Eve zog Ende 2019 bereits mit vielen Baustellen in die Pflegestelle Hannover.

Keiner dachte, dass ihr noch viel Zeit bleiben würde.

Doch sie belehrte uns eines Besseren. Eve zeigte sich als wahre Kämpferin und wollte ihr Leben in vollen Zügen geniessen.

Der grüne Peter durfte sich einen Platz in ihrem Herzen sichern und auch Hexe war sie eine gute Freundin bis zum Schluss.

Leider hatte Eve einen ausgeprägten Pendelkropf, der ihr in den letzten Monaten immer mehr Probleme bereitete. Sie erbrach sich immer wieder und musste wochenlang behandelt werden.

Dann war meist eine zeitlang Ruhe, bis es wieder losging. Zuletzt wurden die beschwerdefreien Phasen immer kürzer bis Eve einen besonders schweren Schub hatte.

Als sie Fieber bekam und schliesslich auch die Medikamente erbrach, ließen wir sie gehen.

Für eine völlig verwachsene Henne, die schon als Jungvogel einen dermaßen schlechten Start ins Leben hatte und durch diverse Hände gereicht wurde, ist sie mit ihren fast 10 Jahren wirklich alt geworden.

Nie hätten wir gedacht, dass wir doch noch so viel Zeit mit ihr haben würden.

Sie war eine wirkliche Kämpfernatur und auf ihre ganz eigene Art zauberhaft und wird so unvergessen bleiben…❤❤❤