Wir suchen noch Paten

Es braucht keine Begründung dafür, warum einem das eine oder andere Tier besonders am Herzen liegt – es kann bis zu seinem Umzug Begleiter des eigenen Lebens gewesen sein, das Schicksal des Tieres kann ebenso bewegen wie sein derzeitiger Zustand, der Vogel erinnert stark an einen eigenen Wellensittich, ist besonders tapfer und lebensfroh undundund…

Mit einer Patenschaft für einen Hürdenwelli helfen Sie diesem Vogel direkt, indem Sie ihn bei den Behandlungskosten unterstützen, sobald diese anfallen. Sie können aber auch ganz persönlich Anteil an seiner Entwicklung nehmen, denn die Pflegestellenbetreuer halten gerne den regelmäßigen Kontakt zu Ihnen, wenn Sie dies wünschen, und informieren Sie über alle Ereignisse im Leben „Ihres“ Hürdenwellies.
Mit jeder Patenschaft ermögliches Sie es übrigens einem anderen bedürftigen Vogel, ebenfalls ein Hürdenwelli zu werden.

Pina aus Gelsenkirchen

Geschlecht: w
Schlupf: 2017
Einzug: 2019
Farbe: normal hellblau

Pina zog aus einem Fliegerschwarm in die Pflegestelle. Ihr altes Zuhause musste sie mit Einsetzen ihrer Brutigkeit verlassen, da sie sich gegen ihre aufdringlichen männlichen Schwarmgenossen nicht mehr zur Wehr setzen konnte und keine Ruheorte fand.
Sie hat extreme Spreizbeine und ihre Füße können nur wenig greifen, so dass sie zum Entspannen nur liegen oder irgendwo hängen kann. Kurzzeitig aufrechter sitzen ist nur schwer möglich.

Eve aus Hannover

Geschlecht: w
Schlupf: ca. 2013
Einzug: 2019
Farbe: hellblau

Eve wurde von ihrer vorherigen Halterin aus schlechter Haltung gerettet. Ihr Kopf war nach einer Beißerei komplett blutig. Eine kleine federlose Narbe am Hinterkopf und eine zum Teil fehlende Wachshaut sind heute noch zu sehen.
Nach dem Tod ihres Partners Barney fand Eve ihren Altersruhesitz in Hannover.
Denn die hübsche Henne leidet immer wieder unter Atemnot – eine Folge der übermäßigen Östrogenproduktion, die Wassereinlagerungen in den Geweben (Ödeme) nach sich zieht, die auch vor der Lunge nicht halt machen.
Aktuell helfen ihr kurz wirksame Hormon-Präparate. Zukünftig können aber auch Hormonimplantate nötig sein.
Außerdem hat sie einen ausgeprägten Pendelkropf, der zu Fehlgärungen und Entzündungen führen kann. Dementsprechend muss sie gut beobachtet werden, ob irgendwelche Auffälligkeiten auftreten, um schnell handeln zu können.
Im Schwarm hat sie bereits zwei feste Freunde gefunden, mit denen sie den ganzen Tag verbringt.

Bonny aus Hannover

Geschlecht: w
Schlupf: 2018
Einzug: 2020
Farbe: blau-violett

Bonny zog nach dem Verlust ihres Partners ein.
Obwohl Bonny noch sehr jung ist, hat sie keine besonders stabile Gesundheit. Sie rupft sich aus unerklärlichen Gründen, zum Teil zu richtigen Wunden.
Außerdem ist sie hektisch und gestresst.
Der große Schwarm gibt ihr Sicherheit und sie kommt langsam zur Ruhe.
Viele Beschäftigungsmöglichkeiten, abwechslungsreiches Futter und verschiedene Zusätze helfen, ihre Psyche und ihren Gesundheitszustand wieder zu verbessern.
Erste kleine Erfolge sind bereits sichtbar.

Morten aus Lünen 50%

Geschlecht: m
Schlupf: 2012
Einzug: 2020
Farbe: blau

Patin: Yvonne Z. aus B.

Morten zog im Februar 2020 mit ca. 8 Jahren in die Pflegestelle. Nach dem Tod seines Partners war er allein geblieben. Seine Vorbesitzer suchten für ihn nach einem Schwarm damit er nie wieder so allein sein müsste. Deshalb nahmen sie mit ihm die weite Reise von Berlin nach Lünen auf sich, worüber wir uns sehr freuen.
Aufgrund einer Linsentrübung ist Morten auf einem Auge blind. Da ist ein Vogelzimmer, wo man auch mal zu Fuß überallhin gelangen kann, natürlich genau das richtige. Bei der Eingangsuntersuchung wurden leider auch Megas festgestellt, die schon einmal zuvor erfolgreich behandelt worden waren und nun wohl doch wieder zurück waren. Deshalb musste er erstmal in Quarantäne.
Morten konnte es schon gar nicht mehr abwarten die vielen Wellies, die er die ganze Zeit aus dem Nebenzimmer hörte, endlich auch live zu erleben. Nach 4-wöchiger Behandlung konnte er ins Vogelzimmer umziehen.

Piet aus Ibbenbüren (50%)

Geschlecht: m
Schlupf: 2012
Einzug: 2019
Farbe: türkis
Partnerin: Sternchen

Piet kommt aus der Nähe von Dresden. Er ist als Partnervogel seiner Freundin Sternchen mit eingezogen. Piet kümmert sich rührend um sein Sternchen.

Da Sternchen sehr gehandicapt ist, hat er unglaubliches geleistet und sie über ein Jahr mit Wasser versorgt. Er hat Sternchen auch im Schwarm immer im Blick. Eine unglaublich soziale Einstellung.

Piet wirkt sehr zufrieden. Er ist sehr aufgeweckt und liebt die Freiheit im Vogelzimmer. Er ist ein sehr guter Flieger und bei allen beliebt.

Hilde aus Gelsenkirchen

Geschlecht: w
Schlupf: 2019
Einzug: 2020
Farbe: normal hellblau

Hilde sollte mit ihren Freunden in eine schöne Außenvoliere ziehen. Was der Halterin nicht bekannt war – Hilde plumpst wie ein Stein, statt zu fliegen.
So konnte die offenbar noch junge Dame nicht verbleiben. Erst wurde sie in einen separaten Käfig gesetzt, was ihr ganz und gar nicht gefiel. Auch ein flugfähiger Begleiter aus dem Außenvolierenschwarm konnte nur eine kurzzeitige Notlösung sein.
Während Hilde also auf ihren Umzug in die Pflegestelle wartete, wurde sie schon eingangsuntersucht, so dass sie am Umzugstag direkt zu den Gelsenkirchener Fußgängern durfte.

Insgesamt ist sie sehr zugänglich, fast zahm. Und für frisches Grün steht sie Kopf. Manchmal zeigt Hilde sich hier aber etwas unbeholfen und muss sich oft noch ausprobieren. Durchsetzen kann sie sich aber schon, und wenn sie in schwierigen Situationen mal keine menschliche Hilfe möchte, verprügelt sie auch schon mal den helfenden Finger. Eindeutig Henne

Little Piep aus Gelsenkirchen

Geschlecht: m
Schlupf: 2019
Einzug: 2020
Farbe: Schecke weiß

Little ist vermutlich noch kein Jahr alt, eher noch jünger. Er kam wohl von einem Züchter, der bewusst mit PBFD gezüchtet hat, um besonders zahme Wellensittiche anbieten zu können; sie können ja nicht wegfliegen. Little landete so in einem Privathaushalt und dann im Tierheim, über das er separat bei einer Tierarzthelferin zu Hause versorgt und auch tierärztlich betreut wurde.
Er sollte aber bald Freunde finden, das ist die beste Medizin.

So zog er nach einem öffentlichen Aufruf des Tierheims schon am nächsten Tag spontan in die Gelsenkirchener Pflegestelle.
Hier zeigte er sich anfangs sehr unsicher und bedürftig. Menschliche Hilfe nimmt er an, dahingehend ist der ursprüngliche Plan des Züchters aufgegangen. Little kannte offenbar nicht viel, keine Schaukeln und verschiedenartige Sitzstangen. Er suchte immer die Nähe anderer Wellies und kam ihnen dabei näher, als ihnen bisweilen lieb ist. Er lernt aber schnell, schon nach wenigen Tagen bewegt er sich sicher durch die Fußgängerzone und genießt nun auch seine Aufenthalte auf den Schaukeln.

Endgültig war das Eis aber gebrochen, als er die nasse Vogelmiere für sich entdeckte. Langsam, ganz langsam blüht er auf, und ganz vereinzelt zeigen sich schon kleine Farbkleckse auf dem Kopf und den Flügeln, die darauf hoffen lassen, dass er sich gesundheitlich etwas stabilisiert, auch wenn sein Gefieder wohl immer lückenhaft bleiben wird. Er kann sich alle Zeit lassen, die er braucht.