In Hannover gibt es Verstärkung für Team Blau 💙💎💙

Ende September machten sich zwei Freundinnen mit Elli und Charly auf den langen Weg nach Hannover. Beide hängen sehr an den kleinen Federschätzen und suchten nach einem Zuhause, in dem die Bedürfnisse beider berücksichtigt werden können.

Denn obwohl sich Elli und Charly sehr gut verstehen, kam bei beiden Vögeln immer öfter Frust auf. Elli, die voller Tatendrang die Wohnung unsicher machen wollte und Charly, der aufgrund seines Alters und sein Flugunfähigkeit nicht hinterher konnte.

So fehlte Elli ein Freund für ihre täglichen Abenteuer und Charly jemand, dem er den ganzen Tag seine Geschichten erzählen kann. Und das kann er ohne Punkt und Komma. 😍😄

Opa Charly ist etwa zehn Jahre alt und Elli etwa sieben.

Beide haben diverse Zipperlein im Gepäck und müssen daher gut beobachtet werden.

Aktuell sind aber beide symptomfrei und haben sich gut in den Schwarm eingelebt.

Elli fremdelte nur kurz, während Opa Charly sich schon wenige Stunde nach seiner Ankunft so benahm, als wäre er schon immer hier zuhause.

In dem fast blinden Opa Flicki hat er einen treuen Freund gefunden und die beiden sind viel zusammen unterwegs.

Elli genießt hingegen sehr den großen Freiflugbereich und die vielen Erkundungsmöglichkeiten für neugierige Hennenschnäbel. Auch den ein oder anderen Verehrer hatte sie schon. Etwas Festes hat sich aber noch nicht ergeben.

Ihrer neuen Felo gegenüber ist die hübsche Henne noch etwas reserviert, das wird aber von Tag zu Tag besser.

Opa Charly hingegen ist ein richtiger Charmeur und sein Blick geht immer tief ins Herz.

Wir haben die beiden sehr schnell ins Herz geschlossen und hoffen auf eine noch lange und unbeschwerte Zeit miteinander. 🙏💙💎💙🙏

Herzlich willkommen, ihr Beiden!

Freudige Nachrichten aus Hannover

Die Pflegestelle Hannover könnte gerade fast schweben vor Glück.

Denn nicht nur Flicki geht es viel besser, seitdem er die Augentropfen bekommt, sondern auch die riskante Operation bei seinem Quarantänekumpel Bibo ist geglückt. 🥳

Unser Tierarzt hat mal wieder Großartiges vollbracht und Bibo erfolgreich den linken Flügel teilamputiert, da er von einem Tumor zerfressen wurde.

Das als gute Nachricht vorweg und nun zu Bibos Geschichte.

Bibo ist ein kleiner fröhlicher gelber Wellensittich, der gefunden wurde.

Wir können nur mutmaßen, aber es ist wahrscheinlich, dass er wegen des Flügeltumors ausgesetzt wurde.

Er verbrachte einige Zeit im Tierheim, wo ihn mehrere Personen sofort ins Herz schlossen und er den Namen Bibo bekam. ❤

Als sich Bibo den Flügel aufbiss und es im Raum stand, ihn einzuschläfern, wandten sie sich hilfesuchend an uns.

Nach kurzem Erfahrungsaustausch sollte das lebenslustige Kerlchen eine Chance bekommen und so zog er kurzerhand in die Pflegestelle Hannover um.

Da unser Tierarzt gerade aber in seinem wohlverdienten Urlaub war, blieb Zeit, Bibo zu beobachten.

Zwei Tage ging es ohne Verband gut, dann biss er sich den Flügel wieder blutig. Die Gefahr einer Infektion und Entzündung war sehr hoch.

Da Tumorgewebe oft sehr gut durchblutet ist, bestand sogar die Gefahr des Verblutens, wenn dieser bei einem Absturz aufgeplatzt wäre oder Bibo ein größeres Blutgefäß mit dem Schnabel verletzt hätte.

Also überbrückten wir die Wartezeit im Quarantänekäfig wieder mit einem Verband, der den Flügel schützen sollte.

Gott sei Dank war Bibo nicht alleine und konnte sich zwischenzeitlich mit dem blinden Flicki anfreunden.

Beide genossen es sehr, nicht alleine zu sein und lauschten gemeinsam dem Gezwitscher der anderen, das aus dem Vogelzimmer drang.

Wir geben zu, dass wir ganz schön Bammel vor dem Eingriff hatten, aber für Bibo gab es keine Wahl.

Als wir die Nachricht bekamen, dass Bibo die Operation gut überstanden hätte, fielen uns gleich mehrere Felsbrocken vom Herzen.

So ein fröhlicher Vogel hatte es einfach doppelt verdient, eine zweite Chance zu bekommen.

Am darauffolgenden Tag durften wir ihn abholen und uns standen Tränen vor Freude in den Augen, ihn so munter zu sehen.

Er durfte dann auch gleich zu Flicki und den anderen Fußgängern ziehen und verhielt sich sofort so, als wäre er hier schon immer zuhause.

Er bekommt noch ein paar Tage Schmerzmittel, bald kann der Verband ab und so stehen Bibo hoffentlich noch viele schöne und unbeschwerte Jahre im Kreise der Hürdenwellies bevor.

Herzlich willkommen, du Süßer. Wir freuen uns so unglaublich, dass du hier bist!!!

Ein Altersruhesitz in Hannover

Nach dem Verlust des letzten Partnertieres sollte Flicki nochmal ein Leben unter Artgenossen ermöglicht werden.

Über ein Jahrzehnt lebte der hübsche Schecke in seiner bisherigen Familie.

Seit seinem zehnten Lebensjahr veränderten sich seine Augen und er erblindete fast vollständig. Ein Tierarzt wurde zurate gezogen, aber dieser hielt Flickis Augenentzündungen für einen altersbedingten grauen Star.

Als er in der Pflegestelle Hannover ankam, fielen uns gleich die eitrigen Veränderungen hinter der Hornhaut in beiden Augen auf. Wir suchten eine Augenspezialistin auf.

Diese bestätigte, dass die Umbauprozesse im rechten Auge zwar weit vorangeschritten, aber noch nicht abgeschlossen sind.

Nun bekommt Flicki Augentropfen, Schmerzmittel und Entzündungshemmer, um ihm das letzte bisschen Sehvermögen zu erhalten.

Auf dem linken Auge ist er leider bereits irreversibel erblindet.

Obwohl er auf dem rechten Auge nur noch Hell-Dunkel unterscheiden kann, fügt er sich gut in den Fußgängerschwarm ein.

Leider mausert er gerade sehr stark, was in seinem Alter immer ein erhöhtes Risiko darstellt, da das Immunsystem geschwächt ist.

Er kann daher gute Wünsche und gedrückte Daumen sicherlich gut gebrauchen.

Wir haben den kleinen Kerl schon fest ins Herz geschlossen und hoffen sehr, dass der Welliopa noch viele schöne Momente in der Geborgenheit des Schwarms erleben darf. 🙏🙏🙏

Der Himmel hat einen Engel wieder

Eve zog Ende 2019 bereits mit vielen Baustellen in die Pflegestelle Hannover.

Keiner dachte, dass ihr noch viel Zeit bleiben würde.

Doch sie belehrte uns eines Besseren. Eve zeigte sich als wahre Kämpferin und wollte ihr Leben in vollen Zügen geniessen.

Der grüne Peter durfte sich einen Platz in ihrem Herzen sichern und auch Hexe war sie eine gute Freundin bis zum Schluss.

Leider hatte Eve einen ausgeprägten Pendelkropf, der ihr in den letzten Monaten immer mehr Probleme bereitete. Sie erbrach sich immer wieder und musste wochenlang behandelt werden.

Dann war meist eine zeitlang Ruhe, bis es wieder losging. Zuletzt wurden die beschwerdefreien Phasen immer kürzer bis Eve einen besonders schweren Schub hatte.

Als sie Fieber bekam und schliesslich auch die Medikamente erbrach, ließen wir sie gehen.

Für eine völlig verwachsene Henne, die schon als Jungvogel einen dermaßen schlechten Start ins Leben hatte und durch diverse Hände gereicht wurde, ist sie mit ihren fast 10 Jahren wirklich alt geworden.

Nie hätten wir gedacht, dass wir doch noch so viel Zeit mit ihr haben würden.

Sie war eine wirkliche Kämpfernatur und auf ihre ganz eigene Art zauberhaft und wird so unvergessen bleiben…❤❤❤

Wenn die gemeinsame Zeit viel zu kurz war…

Mitte Juni machte sich die 2011 geschlüpfte Henne Ernie auf dem Weg in ein neues Leben nach Hannover.

Nachdem ihr Partnertier verstorben war, sollte sie nie wieder alleine sein und ihre letzte Zeit im Schwarm mit vielen anderen Handicap-Wellensittichen leben dürfen.

Ernie wurde bei den Vorbesitzern stets rührend versorgt. Bekam alles, was sich so ein Vogelherz nur wünschen kann.

Sie wurde perfekt medizinisch versorgt und nur so ist es zu erklären, dass sie trotz ausgeprägter Herz- und Leberschwäche und einer Rupferproblematik überhaupt so alt geworden ist.

Hier in der Pflegestelle angekommen zeigte sich schnell, dass sich Ernies Zustand nicht mehr bessern würde. Die neuen Herzmedikamente schlugen aber gut an und auch das Rupfen stellte sie für längere Zeit ein.

Das Leben im Fliegerschwarm war ihr aber (wohl aufgrund der Herzschwäche) zu viel. So zog sie zu den Fußgängern um, wo sie sich sehr wohl fühlte und schnell Anschluss fand.

Zu gerne hätten wir die hübsche Henne viel mehr fotografiert, aber aufgrund der zweimal täglichen Medikamentengaben fand sie ihre neue Federlose ziemlich ätzend und suchte stets das Weite, wenn sie mit der Kamera näher an die Voliere kam.

Zuletzt machte ihr das Herz immer mehr zu schaffen. Sie biss sich auch wieder die rechte Seite auf. Leider schlug die Behandlung nicht mehr richtig an und Ernies Zustand verschlechterte sich rapide. Am Samstagmorgen bemerkten wir, dass sich hier etwas in die ganz falsche Richtung entwickelte und am Nachmittag fanden wir sie bereits apathisch vor. So blieb nur, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Der trotz ihrer vielen körperlichen Baustellen unerwartete Abschied schmerzt uns Hinterbliebenen sehr.

Ernie war eine ganz besondere Henne. So viel ist klar. Bei uns hat sie jedenfalls bleibenden Eindruck hinterlassen… ❤ Mach´s gut, Ernie. Wir sehen uns wieder.