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Kleine Iva ist jetzt eine Lünerin

Ihren Namen hat die 11-jährige Henne aus dem Trickfilm Wall-E.

Bei Ihren Vorbesitzern lebte sie 7 Jahre lang zunächst mit 3 und später mit 2 anderen Wellies zusammen. Als die beiden ganz plötzlich hintereinander verstarben, sollte Kleine Iva nicht allein bleiben.

Mit Sicherheit auch altersbedingt, Kleine Iva ist ja immerhin schon 11 Jahre alt, hat sie der Arthrose geschuldet Probleme und kann wahrscheinlich auch deswegen nicht mehr fliegen. Deshalb nimmt sie sich gern mal eine Auszeit auf einem gemütlichen Liegebrettchen, oder schaut einfach mal aus dem Fenster. Aber ansonsten ist sie sehr neugierig und klettert vergnügt im Vogelzimmer herum.

Wir sind gespannt wie sie sich weiter bei uns einleben wird und wünschen ihr eine schöne Zeit bei den Lüner Hürdenwellies.

Hannover trauert um Lykka

Lykka lebte seit Oktober 2016 in der Pflegestelle. Bei strömendem Regen wurde sie am Nachmittag vor der ersten Staatsexamensprüfung ihrer Felo mitten im Nirgendwo abgeholt.

Gott sei Dank wurde der Abholtermin aufgrund der anstehenden Prüfung nicht verschoben, denn die ehemaligen Halter hatten sich nicht die Mühe gemacht, noch einmal Futter für sie zu besorgen.

So stürzte sich die scheue Henne noch in der Küche der ehemaligen Halter auf die in der Transportbox bereitgelegte Hirse.

Sie muss so einen Hunger gehabt haben, dass in diesem Moment, der Drang zu fressen, größer als ihre Angst vor Menschen war.

Auch auf der Rückfahrt regnete es junge Hunde und so sollte dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben.

Zuhause angekommen, erwartete die damals etwa einjährige Henne ein gleichalter Hahn, der ebenso wie sie als Einzelvogel bei einer Tombola als Preis für Kinder gewonnen worden war.

Während Kjell sein erstes Lebensjahr mit einem Meerschweinchen verbrachte, überlebte Lykka wie durch ein Wunder sämtliche Ausdünstungen, die in einer Küche so auftreten und gefährlich werden können.

Kurz nach ihrer Ankunft biss sich Lykka ein Stück Zunge ab, dass wir durch den hohen Blutverlust Sorge hatten, sie zu verlieren. Doch das junge Glück wurde Gott sei Dank nicht getrennt, Lykkas Genesung ging schnell vonstatten.

Denn seit ihrer gemeinsamen Zeit in Quarantäne, waren Kjell und Lykka ein echtes Liebespaar.

Liebe auf den ersten Blick gibt es wohl auch bei Wellensittichen nicht so oft.

Bei Kjell und Lykka war es der Fall und sie waren ein harmonisches Paar bis zu Lykkas Tod. ❤☺

Trotz der heißen Liebesbekundungen, die Kjell immer wieder an den Tag legte, war Lykka keine Henne, die irgendwelche Nachwuchsambitionen hatte.

Die Wachshaut war meistens schön hell und nur in den letzten Monaten bildete sie ab und an einen Legebauch an. Ein Hormonpräparat wirkte immer nur kurz.

Als ihr ein Hormonchip gesetzt werden sollte, konnte der Tierarzt eine feste Masse im Bauch tasten. Es wurde ein Röntgenbild angefertigt, weil Verdacht auf eine Legenot bestand.

Der Tierarzt traute seinen Sinnen kaum, als auf dem Röntgenbild kein Ei zu sehen war, er „es“ aber unter seinen Fingern fühlen konnte.

Lykka wurde mit Calciuminfusionen versorgt und stationär aufgenommen.

Während ihrer Zeit in der Praxis veränderte sich die Masse zu einer grobkörnigen Konsistenz.

Es war klar, dass sich ihr Zustand weiter verschlechtern würde und so wurde eine Operation gewagt. Diese überstand Lykka auch erstaunlich gut.

Da es sich bei der geborgenen schwarzkrümeligen Masse in der Bauchhöhle höchstwahrscheinlich um einen fehlgesprungenen Eidotter handelte, wurde Lykka am nächsten Tag ein Hormonchip gesetzt.

So sollte gewährleistet werden, dass sie nicht wieder Eier anbildet und vielleicht sogar durch eine mögliche angeborene Missbildung das Gleiche wieder geschähe.

Am Tag nach der Operation wurden wir angerufen, dass wir sie abholen können. Alles schien gut.

Doch kurz vor der Abholung verschlechterte sich Lykkas Zustand so sehr, dass sie sogar blutige Flüssigkeit erbrach.

Alle Versuche, ihr zu helfen, scheiterten.

Sie verstarb am frühen Morgen.

Wir wissen nicht, was passiert ist. Vielleicht hätte eine Obduktion Aufschluss gegeben, vielleicht auch nicht.

Lykka wurde stattdessen im Garten ihrer Felo begraben.

Erstaunlicherweise trauert Kjell kaum. Die beiden waren immer so eng und wenn er seine Lykka nicht sofort fand, schrie er das ganze Haus zusammen.

Diesmal war es anders. Es schien ihn nicht zu interessieren, dass sie nicht da war. Als ob er gewusst hätte, dass es ein Abschied für immer sein würde.

Wir sind jedenfalls sehr froh, dass Kjell den Verlust seiner Liebsten so gut wegsteckt. Immerhin waren sie fünfeinhalb Jahre ein enges Paar und stellten allerlei Schabernack zusammen an.

Lykka bedeutet so viel wie „die Glückliche“. Und wir denken, sie hat ein schönes Leben geführt. Gerne gebadet, gerne wunderschön und ganz leise gesungen, ihre Federlose immer mit diesem speziellen kecken und gleichzeitig weichem Blick verzaubert und jegliches Frischfutter inhaliert. Immer mit Kjell an ihrer Seite.

Niemals hätten wir gedacht, dass wir so schnell Abschied nehmen müssen. Doch die Erinnerung an die vielen guten Momente und kleinen Abenteuer bleiben. Sie war bei so vielen persönlichen Meilensteinen in der Lebenslinie ihrer Felo dabei.

Danke für die tolle Zeit, liebe Lykka. Wir werden dich für immer im Herzen tragen. ❤❤❤

Vorstellungsreihe Ostersonntag – Fridolin

Fridolin ist der beste Freund des blinden Benny, der gestern vorgestellt wurde.

Er hat sich gerade in der Anfangszeit der Erblindung rührend um ihn gekümmert.

So suchten die beiden auch gemeinsam ein Zuhause, als klar wurde, dass Benny nicht mehr in seinem bisherigen Schwarm zurecht kommen würde.

Hier ist Fridolin ein neugieriger und agiler Jungvogel, der sich gerne mit den anderen Fußgängern beschäftigt, aber immer sofort zur Stelle ist, sobald Benny einen Kontaktruf absetzt. Dann erzählt er ihm zahlreiche Geschichten und geht dann irgendwann wieder auf Abenteuersuche, wenn Benny ein Nickerchen halten will.

Fridolin ist an sich gesund und kann auch fliegen. Da er aber eine wichtige Stütze für Benny ist, lebt er mit in der großzügigen Fußgängerzone.

Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sozial und fürsorglich Wellensittiche sein können.

Herzlich willkommen im Kreis der Hürdenwellies, lieber Fridolin.

Vorstellungsreihe Ostersonntag – Benny

Am Ostersonntag sind gleich vier Wellensittiche in der Pflegestelle Hannover angekommen. Sie stammen alle vier aus zwei liebevollen Haltungen und sollen nun nach und nach vorgestellt werden.

Der blinde Benny möchte den Anfang machen.

Benny ist ein zwei Jahre alter Hahn, der vor einigen Monaten erblindete und sich nicht mehr in seiner Außenvoliere im Schwarm zurecht fand.

Der kleine Fridolin kümmerte sich während dieser schweren Zeit sehr um ihn, sodass schweren Herzens ein neues Zuhause für beide gesucht wurde.

Die Pflegestelle konnte seit seiner Ankunft beobachten, wie er sich von Woche zu Woche besser zurecht findet. Fridolin leistet ihm immer noch gerne Gesellschaft, aber wird nicht mehr so dringend benötigt wie in der Anfangszeit.

Benny darf gewichtsmäßig noch etwas zulegen. Er frisst aber inzwischen sehr regelmäßig und gut, sodass wir hoffen, dass das Untergewicht bald Geschichte sein wird.

Ansonsten war er beim Gesundheitscheck unauffällig und hat auch keine unbeliebten Mitbewohner im Gepäck gehabt.

Benny sitzt gerne in der Nähe des Welli-Pools und putzt sich ausgiebig. Was Besseres kann man bei dem Wetter ja auch kaum machen… 😉

Herzlich willkommen im Kreis der Hürdis, lieber Benny.

In Hannover wird es bunter

Vergangenen Freitag ist ein kleines Federkind eingezogen.

Knöpfchen wurde von einem jungen engagierten Tierarzt aus einer Zoohandlung übernommen. Mehrere Wochen behandelte er das Wellikind und suchte nach seiner Genesung einen Platz in einem behindertengerechten Zuhause.

Denn Knöpfchen ist seit ihrem Schlupf blind und sieht – wenn überhaupt – nur Schatten.

So wie es aussieht, ist es eine kleine Henne, die sich schnell im Schutz der Fußgängervoliere zurecht gefunden hat. Sie wurde sehr freundlich von den anderen aufgenommen und wir sind guter Hoffnung, dass ihr trotz der Startschwierigkeiten ein langes, glückliches Wellileben bevorstehen wird.