Plötzlicher Abschied von Shiva

Die Lüner Pflegestelle kommt nicht zur Ruhe. Nun müssen wir auch noch Shiva verabschieden. Noch beim Schreiben dieser Zeilen, fällt es uns schwer zu verstehen, warum es so plötzlich sein musste.
Shiva hatte sich in den letzten Monaten so wunderbar entwickelt, sie war aktiv und ließ sich von Friedolin verwöhnen. In den letzten Wochen war es fast unmöglich ein Foto zu machen, ohne dass Shiva irgendwie darauf zu sehen war, sie war einfach überall dabei. Wir haben uns so sehr für sie gefreut und darüber kurz vergessen, welche Schwierigkeiten und Sorgen sie schon von Anfang an mitbrachte.
Als Shiva 2017 im Alter von 4 Jahren in die Pflegestelle einzog, trug sie ein riesiges Lipom mit sich herum, es ragte 2cm aus ihrem Unterleib heraus. Bereits zuvor war sie operiert worden, aber die Fettgeschwulst war in kürzester Zeit nachgewachsen. Das Lipom schränkte sie stark in ihren Bewegungen ein und machte aus Shiva eine zurückgezogene, stille Henne. Als Anfang 2018 die Tierärzte eine Möglichkeit der Operation sahen, zögerten wir darum keine Sekunde. Und es war wunderbar, die Operation und Heilung verliefen sehr gut und das Lipom konnte fast vollständig entfernt werden. Shiva war nicht wieder zu erkennen. Sie durfte sich endlich wieder frei bewegen und wir waren so glücklich.
Wir wussten, dass die Fettgeschwulst irgendwann wieder wachsen würde. Und das tat sie auch, es hatten sich zwei kleine sichtbare Beulen entwickelt. Leider fand das weitere Wachstum wohl mehr innerhalb des Bauchraums statt. Die ersten Anzeichen dafür waren Probleme mit einem Fuß. Der Ultraschall zeigte einen Schatten an den Nieren. Shiva bekam aufgeweichtes Futter und Medikamente. Damit kam sie auch wirklich gut zurecht. Jedoch in den letzten Tagen fraß Shiva sehr viel und nahm trotzdem immer mehr ab. Es wurden wieder Probleme mit den Nieren festgestellt. Shiva wurde stationär aufgenommen und mit Flüssigkeit über Infusionen versorgt. Die Therapie schlug gut an und nach vier Tagen sollte sie wieder nach Hause geholt werden. Die Pflegestellenbetreuerin stand im Behandlungszimmer und der Tierarzt verließ den Raum um Shiva zu holen. Er kam aber mit leeren Händen zurück. Shiva war gerade verstorben.
Es ist schwer, einen unserer Lieben auf dem letzten Weg zu begleiten. Aber unglaublich schwerer ist es hinzunehmen, wenn sie sich ganz allein auf den Weg gemacht haben.
Liebe süße Shiva, wir wären so gern bei Dir gewesen, nun können wir Dich nur noch mit unseren Gedanken begleiten. Du hast nach der Operation noch zwei glückliche Jahre bei uns erleben dürfen. Wir hätten uns so viele mehr gewünscht. Wir werden Dich nie vergessen und Du wirst für immer ein Plätzchen in unseren Herzen haben.

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